Trotz Schneemangels ein Umsatzplus:
Wintertourismus stieg um knapp 2 Prozent

Auch zu Ostern wird ein gutes Geschäft erwartet Erste vier Monate rissen den Winter bisher heraus

Trotz Schneemangels ein Umsatzplus:
Wintertourismus stieg um knapp 2 Prozent

Die heimischen Tourismusbetriebe haben in der noch bis April dauernden Wintersaison 2006/07 bisher trotz des Schneemangels ihre Umsätze steigern können. Die Tourismusumsätze erhöhten sich von November bis Februar vorläufigen Berechnungen zufolge um 1,9 Prozent auf 6,65 Mrd. Euro, gab das Wirtschaftsministerium unter Bezug auf Berechnungen des Wirtschaftforschungsinstituts (Wifo) bekannt. Dank der derzeit guten Schnee- und Buchungslage sei auch mit einem guten Osterwochenende zu rechnen.

"Angesichts schneereicher Osterfeiertage steht uns ein guter Ausklang der Wintersaison bevor", bemerkte Wirtschaftsminister Martin Bartenstein in einer Pressemitteilung: "Die Wintersaison ist trotz des Schneemangels gut verlaufen. Die Tourismusbetriebe haben im Zeitraum November bis Februar trotz schlechtem Jänner insgesamt ein Nächtigungs- und Umsatzplus im Vergleich zum Rekordwinter 05/06 erreicht". Das Ergebnis werde von den kräftigen Zuwächsen im November und Dezember sowie der positiven Entwicklung im Februar getragen, nachdem die Nachfrage im Jänner eingebrochen war.

Gesamtjahr
Für das Gesamtjahr 2007 sei ebenfalls mit einer guten Tourismusbilanz zu rechnen, die Umsätze sollten um rund 2 Prozent auf rund 31 Mrd. Euro ansteigen, so Bartenstein weiter.

Nächtigungszahl
Die Zahl der Nächtigungen stieg von November bis Februar wie berichtet geringfügig um 0,3 Prozent auf 40,4 Millionen, wobei die Zunahme durch die Auslandsnachfrage (plus 0,7 Prozent) gestützt wurde. Die Nachfrage der Österreicher nach Inlandsaufenthalten ging leicht zurück (minus 1,0 Prozent).

In den Ländern
Nach Bundesländern erwirtschaftet das Burgenland in den ersten vier Monaten der Wintersaison mit einem Plus von 11,6 Prozent die stärksten Umsatzzuwächse. Kräftige Zugewinne verzeichneten auch Oberösterreich (plus 6,2 Prozent), Kärnten (plus 5,8 Prozent), Niederösterreich (plus 5,5 Prozent), Wien (plus 4,9 Prozent) und Salzburg (plus 2,8 Prozent). Etwas schwächer als Gesamtösterreich entwickelte sich die Steiermark (plus 1,5 Prozent). Die Umsätze Tirols (plus 0,6 Prozent) stiegen knapp über das Vorjahresniveau an, Vorarlberg musste als einziges Bundesland ein leicht negatives Ergebnis hinnehmen (minus 1,4 Prozent). (apa/red)