Trotz großem Rückstand: Schumacher sieht Rennen um WM-Titel in F1 "absolut offen"

Vor Silverstone: Weiterentwicklung entscheidend Schumi 21 Punkte hinter Renault-Pilot Alonso

Michael Schumacher hat im Kampf um die Formel-1-WM auch mit einem scheinbar aussichtslosen Rückstand noch nicht aufgegeben. Als "absolut offen" bezeichnete der Rekordweltmeister das Titelrennen. "Alles wird sich darum drehen, wer bei den Weiterentwicklungen besser vorankommt", erklärte der Ferrari-Pilot vor den letzten elf Rennen der diesjährigen WM-Saison. Schumacher liegt 21 Punkte hinter Renault-Pilot Fernando Alonso aus Spanien zurück.

Mit keinem Wort ging der WM-Zweite Schumacher auf die Vorfälle beim vergangenen Rennen in Monte Carlo ein. Beim Formel-1-Klassiker in Monaco war er nach einer Streckenblockade in der Qualifikation vor dem Rennen von der Pole-Position auf den letzten Startplatz strafversetzt worden. Die Rennkommissare hatten Schumacher Absicht unterstellt. Der Ferrari-Pilot führte den Stopp auf einen Fahrfehler zurück.

Vor dem nächsten Rennen in Silverstone soll Schumacher seinen Fahrerkollegen erklären, warum er in Monaco auf dem Stadtkurs an einer der engsten Stellen stehen geblieben war. Auf der obligatorischen Sitzung der Fahrergewerkschaft "GPDA" im Vorfeld des England-Grand-Prix soll auch dieses Thema zur Sprache kommen. Schumacher ist neben dem Red Bull Racing-Piloten David Coulthard (Schottland) und Jarno Trulli (Italien) einer der Direktoren der Vereinigung.

Nachdem der Deutsche bei Testfahrten in Barcelona stark auftrumpfte, ist der 37-Jährige vor dem Rennen am Sonntag in Silverstone außergewöhnlich optimistisch. "Wir sind in einigen Bereichen gut voran gekommen, und ich glaube, das sollte man schon in Silverstone erkennen. Wir sollten dort gut aussehen und um den Sieg kämpfen können. Das ist mit Sicherheit unser Ziel", erklärte er.
(apa)