Trotz massiver Probleme mit nuklearem Abfall: EU will Atomenergie weiter ausbauen

Fordert EU-Kommission in aktuellem Energiebericht Atomstrom "kostengünstig" und ohne Treibhausgase

Die EU-Kommission tritt nach Informationen der "Frankfurter Rundschau" mit Nachdruck für den Ausbau der Atomenergie in Europa ein. Wenn sich an der gegenwärtigen Entwicklung bei Stromverbrauch und Energiemix nichts ändere, werde die Europäische Union (EU) im Jahr 2030 bis zu 65 Prozent ihres Energiebedarfs importieren müssen, heißt es im Energiebericht der EU-Kommission, der der Zeitung vorliege.

Trotz "erheblicher Probleme beim Handhaben des nuklearen Abfalls und der Endlagerung" bezeichnet die Kommission darin die Atomenergie als kostengünstigste Form, Strom zu erzeugen, ohne die Umwelt durch Treibhausgase zu belasten. Die EU-Kommission prognostiziert dramatische wirtschaftliche Folgen, wenn der Klimawandel nicht gebremst werde.

In ihrer Klimastudie warnt sie nach Informationen des Blattes, die Zahl der Hitze- und Kältetoten werde sich um bis zu 36.000 beziehungsweise 86.000 Menschen erhöhen, sollte sich das globale Klima bis 2071 im Durchschnitt um 2,2 bis 3 Grad Celsius im Vergleich zu 1990 erwärmen. Die Ernteerträge könnten in Südeuropa um mehr als ein Fünftel zurückgehen. (apa/red)