Trotz guter Leistung: Austria kassierte
im UEFA-Cup bei Ajax klare 0:3-Niederlage

Huntelaar trifft gleich zweimal ins Tor der Wiener Veilchen konnten über weite Strecken mithalten

Für den österreichischen Fußball-Meister FK Austria Magna hat es im UEFA-Cup auswärts gegen Ajax Amsterdam wie erwartet nichts zu holen gegeben. Die Wiener kassierten gegen die Niederländer eine 0:3-Niederlage und liegen damit nach der 1:4-Heimschlappe gegen Zulte Waregem am Tabellenende der Gruppe F. Die Chance auf den Aufstieg ist nur noch theoretischer Natur.

Für Ajax trafen "Oranje"-Stürmer Huntelaar (35., 68.) und der eingewechselte Manucharjan (65.) jeweils aus Standard-Situationen. Den befürchteten Angriffswirbel ließen Sneijder und Co. allerdings vermissen, was auch an dem ambitionierten Auftreten der Austria lag, deren Gegenwehr erst durch den Doppelpack nach der Pause gebrochen wurde.

Da traf Manucharjan nach einem kurz abgewehrten Eckball mit einem Schuss aus rund 20 Metern, der von Kiesenebner entscheidend abgefälscht wurde. Drei Minuten später war der sträflich vernachlässigte Huntelaar per Kopf nach einer Perez-Flanke aus einem unberichtigten Freistoß zur Stelle.

Auf die Verliererstraße geriet die Austria, die erstmals im Europacup gegen einen niederländischen Gegner verlor, aus der einzigen echten Chance für Ajax in der ersten Hälfte. Nach einer Freistoßflanke vermochte Safar einen Kopfball von Madouro nur kurz abzuwehren und Huntelaar hatte keine Mühe, den Ball aus kurzer Distanz ins Tor zu befördern.

Davor erarbeitete sich Ajax zwar eine klare Feldüberlegenheit, fand aber kein Konzept, gegen die von Neo-Trainer Georg Zellhofer blendend eingestellten Wiener gefährlich zu werden. Das gefürchtete Flügelspiel der Niederländer kam dank Ertl und Troyansky nicht zur Entfaltung, zudem engten die zentralen defensiven Mittelfeldspieler Blanchard und Kiesenebner die Kreise von Sneijder entscheidend ein.

Doch nicht nur in der Defensive präsentierten sich die "Veilchen" zunächst in guter Verfassung: Mit den (wenigen) Kontern sorgte Österreichs Meister für Verwirrung in der Ajax-Abwehr, so vor allem in der 6. Minute, als Aigner nach einem von Grygera abgefälschten Lasnik-Pass völlig frei vor dem Amsterdamer Goalie Stekelenburg auftauchte, den Ball aber stümperhaft und überhastet am langen Eck vorbeischoss. Die Niederländer hingegen hatten mit Ausnahme des Huntelaar-Treffers in der ersten Hälfte nur einen Sneijder-Schuss weit über die Querlatte zu bieten.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst nichts an der Charakteristik, die erste gefährliche Aktion verbuchte sogar die Austria, als Stekelenburg einen Lasnik-Querpass bändigte. Danach kündigte sich die Vorentscheidung bei Chancen von Perez (58.), Huntelaar (60.) und De Mul (64.) bereits an, ehe der Doppelpack folgte. In der Schlussphase waren die Gastgeber dem vierten Tor näher als die Austria dem Ehrentreffer, Huntelaar scheiterte allerdings an Safar (74.) und ein Kopfball von Grygera (84.) ging an die Latte.

(apa/red)