Trostpflaster für die angeschlagene SPÖ:
Welser Bürgermeistersessel wird verteidigt

Stichwahl: Koits gewinnt gegen FPÖ-Kandidaten OÖ: 37 Gemeinden mussten in zweite Runde gehen

Trostpflaster für die angeschlagene SPÖ:
Welser Bürgermeistersessel wird verteidigt © Bild: APA/Rubra

Nach dem Debakel bei der oberösterreichischen Landtagswahl zumindest ein kleines Trostpflaster für die SPÖ: In der zweitgrößten Stadt Wels verteidigt Peter Koits den Bürgermeistersessel für die Sozialdemokraten, in der Stichwahl erreichte er 53,53 Prozent. Insgesamt mussten 37 Gemeinden in die zweite Runde gehen, großteils setzten sich die Erstplatzierten durch.

Koits war im ersten Wahlgang von einer Absoluten mit 74 Prozent auf 43 Prozent abgestürzt und musste gegen Bernhard Wieser (FPÖ), der auf gut 29 Prozent gekommen war, in die Stichwahl. Koits erreichte 53,53 Prozent, Wieser 46,47.

Spannend war es auch Eggendorf im Traunkreis. 291 Einwohner hatten im ersten Wahlgang für den ÖVP-Kandidaten Walter Schiller gestimmt, zwei weniger für den amtierenden SPÖ-Bürgermeister Hermann Reder. Schiller setzte sich schließlich durch.

ÖVP bleibt dominant
Insgesamt gab es 37 oberösterreichische Gemeinden, in denen beim ersten Wahlgang am 27. September kein Bürgermeisterkandidat die absolute Mehrheit erhalten hatte und die am Sonntag in die zweite Runde gehen mussten. Dabei setzten sich meist die zuvor Erstplatzierten durch. Die ÖVP stellt 330 Bürgermeister, die SPÖ 99, die FPÖ neun, das BZÖ zwei, die restlichen vier entfallen auf Bürger- und Namenslisten.

Bei der Wahl 2003 hatte das Ergebnis ÖVP 321, SPÖ 111, FPÖ 8, Sonstige 5 gelautet. Ein Vergleich ist nur bedingt möglich, denn die Bürgermeisterdirektwahl ist eine Persönlichkeitswahl. In etlichen Gemeinden haben während der Legislaturperiode die Bürgermeister aus verschiedenen Gründen gewechselt. Die Zahl der Gemeinden sank wegen einer Zusammenlegung von 445 auf 444.

(apa/red)