Trockenheit führt zu Waldbränden: Neues Feuer in Niederösterreich ausgebrochen!

Brand unter Kontrolle: Feuerwehr überwacht Glut Deutschland: Brand nahe Salzburg-Grenze gelöscht

Nachdem die Feuerwehr in Niederösterreich bei sechs Waldbränden in den Bezirken Neunkirchen, Melk und Tulln im Löscheinsatz gestanden war, setzt sich die Brandserie fort: Nach Angaben der Feuerwehr Eggenburg (Bezirk Horn) brach in einem Wald nahe Röhrawiesen aus noch unbekannter Ursache Feuer aus, das sich durch den ständig drehenden Wind rasch ausbreitete. Die Waldbrand-Gefahr ist wegen der großen Trockenheit derzeit in ganz Österreich sehr groß.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte brannte bereits eine Fläche von ungefähr 8.000 Quadratmetern. Weiters standen etwa 100 Festmeter Scheiterholz in Vollbrand. Mit Atemschutzgeräten ausgerüstet bekämpften 75 Feuerwehrleute die Flammen, wobei in Großraumfässern insgesamt 120.000 Liter Wasser herbei geschafft wurden. Der Löschangriff war innerhalb kurzer Zeit erfolgreich. Um ein Neuaufflammen zu verhindern, wurde eine Brandwache eingerichtet.

Brand nahe Grenze zu Salzburg gelöscht
Der große Waldbrand bei Bad Reichenhall in Bayern wurde endgültig gelöscht, der Katastrophenalarm aufgehoben. In den drei Tagen des Feuers standen in Summe 960 Helfer, darunter auch einige aus dem benachbarten Salzburg, im Einsatz. Insgesamt wurden auf rund 600.000 Quadratmetern rund 25 bis 30 Hektar Wald zerstört, informierte das Landratsamt Berchtesgadener Land.

Nach 53 Stunden konnte "Brand aus" gegeben werden, gleichzeitig wurde der Katastrophenfall offiziell für beendet erklärt. Eigentümer des Schutzwaldes sind die Bayerischen Staatsforste, die aber über die Schadenshöhe noch keine Angaben machen konnten. Auch die Brandursache war noch unklar.

Da aber ein neuerliches Ausbrechen eines Waldbrandes in dem Gebiet wegen der extremen Trockenheit weiterhin nicht ausgeschlossen werden kann, haben die Staatsforste Beobachtungsposten eingerichtet, und auch die von den Feuerwehren errichteten Wasserleitungen und -tanks bleiben vorerst bestehen, damit bei neuerlichem Alarm rasch reagiert werden kann.

960 Helfer waren an den drei Tagen im Einsatz, und zwar 480 von 26 bayerischen und zwei Salzburger Feuerwehren, 190 vom Roten Kreuz, der Berg- und Wasserwacht, 140 von der Polizei, 70 vom Technischen Hilfswerk, 50 von der Bundeswehr, 20 vom Landratsamt und zehn von der Stadt Bad Reichenhall.

Die Löschflugeinsätze wurden an den drei Tagen mit insgesamt elf Hubschraubern von der Bundeswehr, der Polizei, der Werksfeuerwehr der EADS und am Freitag auch mit einem Helikopter aus Salzburg durchgeführt. Dabei wurden etwa 2,5 Millionen Liter Wasser aus dem Thumsee in dem unwegsamen Einsatzgebiet abgelassen. Zusätzlich wurden noch rund eine halbe Millionen Liter Wasser über die Bodenleitungen der Feuerwehren in den Bereich zum Löschen gepumpt.

Auch im Pongau hohe Waldbrandgefahr
Aber auch in Österreich bleibt die Gefahr extrem hoch. Nach zwei Waldbränden im Pongau entstanden auch im Lungau zwei Flächenbrände, zum Glück aber nur von geringem Ausmaß. Aus unbekannter Ursache kam es in Mariapfarr zu einem Flächenbrand, bei dem eine Böschung neben einer Gemeindestraße auf etwa 200 Quadratmetern abbrannte. Die Feuerwehr hatte den Brand in einer Stunde gelöscht. Und in Lessach zerstörte ein Feuer 300 Quadratmeter eines steilen Waldhanges. Dort dürfte abgelagerte Asche den Brand verursacht haben.

Waldbrand in Oberösterreich nach sieben Stunden gelöscht
Der Waldbrand, der im Bereich Weyer (Steyr-Land) ausgebrochen war, konnte noch gelöscht werden. Über 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz, berichtete die Freiwillige Feuerwehr auf Anfrage der APA.

Der Auslöser dürfte gewesen sein, dass auf einem benachbarten Grundstück Äste verbrannt worden waren. Der Kampf gegen das Feuer wurde durch den zum Teil heftigen Wind, die starke Rauchentwicklung und die Trockenheit erschwert. Insgesamt waren rund 2,5 Hektar Waldfläche betroffen.

Nun wurde der Wald noch einmal nach eventuellen Glutnestern durchforstet, auch eine Feuerwache hielt die Stellung.

(APA/red)