Fit mit Dungl von

Trockene Haut

Die richtige Pflege in der kalten Jahreszeit

Claudia Dungl © Bild: Matt Observe

Die Haut ist neben dem Darm das größte und vielfältigste Organ. Sie schützt uns nicht nur vor Umwelteinflüssen, sondern auch vor dem Eindringen von Krankheitserregern. Aus diesem Grund bildet sich kontinuierlich ein dünner Fettfilm aus Sekreten der Schweiß- und Talgdrüsen. Beim ständigen Wechsel zwischen trockener Heizungsluft und Kälte im Freien leidet die Haut. Die oberste Hautschicht wird schlechter durchblutet, der Feuchtigkeitsgehalt nimmt ab. Bei Gesichtscremen empfehle ich im Winter einen Fettgehalt von 30 %. Hier eignen sich ganz besonders nährendes Jojobaöl oder Arganöl in Kombination mit Feuchtigkeitsspendern. Sie verringern den transepidermalen Wasserverlust und stärken so die Barrierefunktion der Haut. Dank des hohen Anteils an alpha-Tocopherol wird die Zellneuerung, welche ja gerade bei der alternden Haut verlangsamt ist, wieder verbessert. In Kombination mit Feuchthaltefaktoren - zum Beispiel Hyaluronsäure - führt dies zu einem glatten und feineren Hautbild, solange die Befeuchtungswirkung anhält. Selbstverständlich sollten die Pflegeprodukte möglichst frei von Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen sind. Diese können empfindliche Haut reizen.

Für viele ist rissige Haut an Händen und ganz besonders Fingerkuppen unangenehm. Hier ist mein Tipp, abends eine Rizinusölpackung zu machen. Einfach die Hände mit Rizinusöl einschmieren und eine warme Kompresse darüber geben oder auch einfach Zwirnhandschuhe anziehen. Das Öl über 20 Minuten einziehen lassen. Wer die Prozedur über eine Woche wiederholt, wird sehen, dass die Hände wieder viel geschmeidiger werden. Dennoch - Handschuhe sollten immer vor Kälte schützen!

Lippen kann man sehr einfach mit einem Lippenbalsam pflegen. Bei klirrender Kälte empfehle ich einen mit Arganöl. Neigen Sie zu Mundecken, so ist oft ein Vitamin-E-Mangel der Grund. Hier ist ratsam, die Ernährung zu adaptieren und bei Kälte eine Azulenalsalbe aufzutragen. Diese schützt und fördert das Abheilen.

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