Triebschnee von

Hohe Lawinengefahr in Tirol

Oberhalb von rund 2.000 Metern herrscht Stufe "3" der fünfteiligen Gefahrenskala

Lawinenwarnschild in den Bergen. © Bild: Thinkstock

Vorsicht beim Wintersport in Tirol: Die Lawinenexperten des Landes haben am Montag vor frischen Triebschneeansammlungen und dem teilweise störanfälligen Altschnee gewarnt. Oberhalb von rund 2.000 Metern herrscht erhebliche Gefahr, also Stufe "3" der fünfteiligen Skala.

Auf frische Triebschneeansammlungen müssten Wintersportler vor allem im Norden des Landes, also im Arlberggebiet, Außerfern, den Nordalpen und den Kitzbüheler Alpen achten. Triebschneepakete könnten dort bereits durch geringe Zusatzbelastung gestört werden, hieß es. Diese sind vermehrt im kammnahen Gelände der Exposition West über Süd bis Süd-Ost zu finden.

Richtung Süden sollten Wintersportler zusätzlich die zum Teil unverändert störanfällige Altschneedecke im Auge behalten. Problembereiche gebe es vor allem schattseitig ab der Waldgrenze. Lawinenauslösungen seien laut den Experten insbesondere an schneearmen Stellen bzw. an Übergangsbereichen von wenig zu viel Schnee bereits durch geringe Belastung möglich.

Gefahr nimmt weiter zu

Im Norden des Landes hat es laut ZAMG-Wetterdienststelle Innsbruck während der vergangenen zwei Tage bis zu 40, im übrigen Tirol meist um zehn Zentimeter geschneit. Der lockere Pulverschnee wurde durch den teilweise lebhaften Wind verfrachtet. Der dabei gebildete Triebschnee sei aufgrund der kalten Temperaturen spröde und somit störanfällig. Für die kommenden Tage rechneten die Experten mit einer Zunahme der Gefahrenstellen durch den prognostizierten Neuschnee und Wind.

Schwerverletzter bei Lawinenabgang

Auch in Niederösterreich ist die Lawinengefahr erheblich: Bei einem Lawinenabgang auf der Gemeindealpe in Mitterbach (Bezirk Lilienfeld) ist Sonntagnachmittag ein 27-Jähriger schwer verletzt worden. Der Wiener war mit zwei weiteren Snowboardern im freien Gelände unterwegs gewesen und dürfte laut NÖ Polizei 100 Meter unterhalb der Mittelstation selbst das Schneebrett ausgelöst haben, das ihn mitriss und teilweise verschüttete.

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