"trend": Haupteigentümerin Dujsik-Stiftung überlegt Verkauf der Shopping-City-Süd

Problemzonen Sale-City und Multiplex als Auslöser

Die Haupteigentümerin der Shopping-City-Süd (SCS), die Dujsik-Stiftung, denke erstmals konkret über einen Verkauf nach, zitiert das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner aktuellen Ausgabe Herbert Schimetschek, Stiftungsvorstand, Uniqa-Aufsichtsrat und langjähriger Freund von SCS-Gründer Hans Dujsik: "Die Stiftung ist prinzipiell nicht dazu da, ein Shoppingcenter zu besitzen, sondern die Begünstigten gemäß dem Willen des Stifters zu versorgen." Eben werde der wahre Wert des verschachtelten Konglomerats in einer Art Due Dilligence geprüft, berichtet der "trend".

Dabei läuft das Kerngeschäft der SCS nach wie vor sehr gut. Die Ausschüttungen für die Dujsik-Stiftung konnten seit Jahren (zumindest bis 2005) auf durchaus befriedigendem Niveau (knapp über 10 Millionen Euro) gehalten werden. Gemessen an dem Risiko - die SCS gilt als unverwüstlich im Image und unschlagbar was die Besucherzahlen betrifft - ein stolzes Ergebnis, gibt auch der stellvertretende Stiftungsvorstand und SCS-Holding-Aufsichtsrat Roland Krempler im "trend" zu bedenken: "Eine ähnliche Rendite bei ähnlich geringem Risiko ist schwer irgendwo zu bekommen."

Dass die Eigentümer doch etwas nervös werden, könnte an aktuellen Problemen in Randbereichen der SCS liegen, analysiert der "trend". Zum einen kämpft der Gebäudekomplex rund um das Multiplex-Kinocenter in der SCS mit Besucherproblemen. Zum anderen aber steht die von SCS-Vorstand Maurizio Totta als strategische Erweiterung in Richtung Schnäppchenjäger angekündigte und erst vor einem halben Jahr eröffnete Sale-City-Süd auch schon wieder vor der Schließung. Das Konzept, das das zuvor ebenfalls gescheiterte Autohandelszentrum ("Motorcity") hätte retten sollen, sei nicht wirklich aufgegangen, bestätigt Center-Chef Maurizio Totta: "Es stimmt, die Sale-City erfüllt derzeit unsere Erwartungen nicht." Gerüchteweise soll dort nun als Alternative ein Zentrum für gehobenes Interieur entstehen.

Zudem berge die weitere Entwicklung durchaus einige Unsicherheiten. Steigende Konkurrenz durch das geplante Mega-Center von Frank Stronach im benachbarten Rothneusiedel, stagnierende Quadratmeterumsätze der Shoppingmall SCS (also ohne externe Fachmärkte). Und auch die Gewinne für die Eigentümer dürften 2006 erstmals nicht das Niveau der vergangenen Jahre erreichen. Man schraube die Erwartungen an die noch nicht fertig gestellte Bilanz der SCS Holding AG für 2006 jedenfalls schon deutlich zurück. Für Schimetschek wären schon sechs bis sieben Millionen Euro Ausschüttung für das Jahr 2006 "ein zufrieden stellendes Ergebnis". Ob das ganze Areal abgegeben werden soll, oder nur ein Betreiber gesucht wird, darüber halten sich die Eigentümervertreter noch bedeckt.

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