Treffen der Kontaktgruppe in Slowenien: Kosovo-Lösung hinter verschlossenen Türen

Brdo: Kein Durchbruch bei Beratungen erwartet Entsendung einer "zivilen EU-Mission" im Gespräch

Treffen der Kontaktgruppe in Slowenien: Kosovo-Lösung hinter verschlossenen Türen © Bild: Reuters/Pirlet

Die EU-Mitglieder der Kosovo-Kontaktgruppe sind in Brdo nahe der slowenischen Hauptstadt Laibach (Ljubljana) zur Beratungen über die jüngsten Entwicklungen in der Kosovo-Frage zusammengekommen. Die Außenminister Frank-Walter Steinmeier (Deutschland), Bernard Kouchner (Frankreich), David Miliband (Großbritannien) und Massimo D'Alema (Italien), der EU-Außenbeauftragten Javier Solana und EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn sowie der slowenische Außenminister Dimitrij Rupel erörterten hinter verschlossenen Türen die Frage der Unabhängigkeit der südserbischen Provinz.

Nach dem Treffen, waren keine Stellungnahmen geplant, daher ist der Ausgang der Gespräche nicht bekannt. Bei dem Treffen sollte das weitere Vorgehen in der Frage der Unabhängigkeit des Kosovo besprochen werden. Dabei sollte die Frage der Entsendung der zivilen EU-Mission in den Kosovo im Mittelpunkt stehen. Wie vor einigen Tagen in Brüssel aus Diplomatenkreisen verlautete, war bei dem Treffen kein Durchbruch zu erwarten.

Von den MEdien abgeschottet
Das Anwesen Brdo bei Kranj (Krainburg), wo die meisten der EU-Treffen während der slowenischen Präsidentschaft stattfinden werden, war völlig vor den Medien abgeschottet worden, auch ein zunächst angesagter Fototermin wurde abgesagt. Der Beginn des laut slowenischem Außenministerium inoffiziellen Treffens war für 19:00 Uhr angesetzt. Inoffiziell hieß es, die Teilnehmer wollten keine Medienaufmerksamkeit haben, um die Präsidentenwahl in Serbien nicht zu beeinflussen.

(apa/red)