Trauriges Ende des schönen EM-Traumes:
Prager und Mörz schauen durch die Finger

Prager wurde mangelnde Spielpraxis zum Verhängnis Nominierung von Vastic kostet Mörz den Kaderplatz

Trauriges Ende des schönen EM-Traumes:
Prager und Mörz schauen durch die Finger © Bild: APA/Artinger

Mit Thomas Prager und Michael Mörz fehlen zwei Spieler im ÖFB-Großkader für die EURO 2008, die zuletzt mit schöner Regelmäßigkeit ins österreichische Fußball-Nationalteam einberufen wurden. Prager wurde schließlich seine mangelnde Spielpraxis bei Heerenveen zum Verhängnis, Mörz im Endeffekt wohl die Entscheidung von Teamchef Josef Hickersberger für Ivica Vastic.

Bei Mörz begründete "Hicke" seine Entscheidung aber auch damit, dass der Burgenländer zuletzt bei Mattersburg nicht in Top-Form war. "Er hatte im Herbst in der guten Phase von Mattersburg den Hauptanteil an den guten Leistungen, hat es aber im Frühjahr, als es schlecht gelaufen ist, nicht geschafft, die Mannschaft mitzureißen", erklärte der bald 60-Jährige.

Prager wiederum galt für Hickersberger noch vor eineinhalb Jahren als absoluter EM-Fixstarter. "Nach dem Schweiz-Match (Anm.: 2:1-Sieg im Oktober 2006 in Innsbruck mit einem sehr starken Prager) habe ich mir nicht nur gedacht, dass er dabei sein wird, sondern auch, dass er bei der EURO eine gute Rolle spielen wird." Durch den Stammplatz-Verlust des Mittelfeldspielers in Heerenveen habe sich die Situation aber geändert.

Allerdings scheint mit Martin Harnik auch ein Legionär im Kader auf, der zuletzt nur bei den Amateuren von Werder Bremen zum Einsatz kam. "Aber er hat nach seiner Einwechslung gegen Tschechien ein herrliches Tor erzielt und in den letzten beiden Länderspielen gegen Deutschland und die Niederlande hervorragend gespielt", betonte Hickersberger.

Auch Kapitän Andreas Ivanschitz stand bei Panathinaikos in der jüngeren Vergangenheit nicht immer in der Startformation, was für den Teamchef in der unklaren Vertragssituation des Burgenländers begründet liegt. "Dabei spielt natürlich eine Rolle, ob er bei Panathinaikos bleibt. Meistens ist es so, dass ein Spieler, bei dem man nicht weiß, ob er bleibt, nicht regelmäßig zum Einsatz kommt."

Der Leihvertrag von Ivanschitz läuft mit Saisonende aus, nach derzeitigem Stand müsste der Regisseur zu Red Bull Salzburg zurückkehren.
(apa/red)

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