Trauriger Abschied von Bernd Eichinger:
Viele Prominente erwiesen ihm letzte Ehre

Familie & Freunde bei Trauergottesdienst in München Über 800 Gästen kamen in die Michaelskirche

Abschied von einem großen Filmemacher: Familie, Freunde und Weggefährten haben Bernd Eichinger bei einem Trauergottesdienst in München die letzte Ehre erwiesen. Die Urne mit der Asche des Verstorbenen stand vor dem Altar, geschmückt mit einem Herz aus roten Rosen. Auf den Stufen davor war ein großes Schwarz-Weiß-Foto Eichingers aufgebaut, vor dem seine Ehefrau Katja und seine Tochter Nina zu Beginn des Gottesdienstes Blumen niederlegten.

Unter den mehr als 800 Gästen in der Münchner Michaelskirche waren neben Eichingers Mutter auch viele Prominente wie Joachim Fuchsberger, Wolfgang Petersen, Thomas Gottschalk und Hannelore Elsner. Anschließend war die Trauergemeinde zu einem Empfang geladen.

Zahlreiche Kollegen haben die Verdienste des am 24. Jänner verstorbenen Produzenten gewürdigt. "Im Film würde Bernds Tod wirken wie ein falscher Schnitt", so Regisseur Tom Tykwer in seiner Trauerrede. Eichingers Tod sei wie eine tiefe Verletzung, die überraschend stark schmerze. Auch Produzent Günter Rohrbach ("Das Boot") und Regisseur Uli Edel ("Der Baader Meinhof Komplex") erinnerten sich in ergreifenden Worten an ihren langjährigen Freund. Zuvor hatte Jesuitenpater Karl Kern in seiner Predigt beschieden, Eichinger habe in seinen Filmen mit großer Leidenschaft die ganze Palette des Menschseins aufgezeigt.

Beisetzung im engen Kreis
Im Anschluss an den Gottesdienst war die Trauergemeinde dann zu einem Empfang geladen. Die Beisetzung soll zu einem anderen Zeitpunkt, nur im engsten Kreis und unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Eichinger war am 24. Jänner in Hollywood überraschend an einem Herzinfarkt gestorben. Der 61-Jährige war mit Filmen wie "Die unendliche Geschichte", "Der Name der Rose", "Der Untergang" oder "Der Baader Meinhof Komplex" eine der einflussreichsten Größen im deutschen und internationalen Filmgeschäft. Der Produzent, Drehbuchautor und Regisseur galt als der vielleicht wichtigste Vertreter des deutschen Films.

(apa/red)