Schwimmendes Hotel von

"Traumschiff" ist pleite

Beliebt, aber bankrott: Kreuzfahrtdampfer "MS Deutschland" muss Insolvenz anmelden

MS Deutschland © Bild: 2012 Getty Images/M. Lloyd

Als Fernsehdampfer "Traumschiff" schrieb die "MS Deutschland" TV-Geschichte. Auch über fehlende Buchungen konnte man sich nicht beschweren. Trotzdem musste nun Insolvenz angemeldet werden.

Finanzielle Schwierigkeiten am "Traumschiff": die Geschäftsführung der "MS Deutschland"-Beteiligungsgesellschaft hat Insolvenz angemeldet. Wie die Reederei auf der eigenen Homepage bekannt gegeben hat, soll die Sanierung in Eigenverwaltung erfolgen.

Die "MS Deutschland" erlangte als Schauplatz des TV-Evergreens "Traumschiff" große Bekanntheit im deutschsprachigen Raum. Dass es trotz der medialen Aufmerksamkeit zu solch massiven finanziellen Schwierigkeiten gekommen ist, soll nicht an einem Mangel von Kreuzfahrtgästen gelegen haben. Die "MS Deutschland" erfreute sich sogar umfangreicher Buchungen bis ins Jahr 2016 hinein. Doch der schwimmende Hotel-Markt ist hart umkämpft. Große Dampfer mit tausenden Passagieren haben dem "Traumschiff" mit einer Kapazität von gerade mal 500 Gästen das Wasser abgegraben.

Wie geht es nun weiter mit dem TV-Schiff? Laut eigener Verlautbarung sind die Gehälter gesichert und laufende Reisen finden uneingeschränkt statt. Der Sanierungsexperte Wolfram Günther soll als Teil der Geschäftsführung das "Traumschiff" retten. Auch der ZDF soll sich laut Günther an der Sanierung beteiligen müssen. "Wir sind uns natürlich der Vorteile bewusst, die uns die Serie bringt, dennoch wäre eine gewisse Beteiligung angebracht", so der Retter in der Not gegenüber Welt.de. Damit alleine wird es aber nicht getan sein. So viel ist bereits bekannt: Teil des Sanierungspakets ist der Umbau der "grundlegend falschen Finanzstruktur", die dafür gesorgt hat, dass das Fernsehschiff im Schlamassel steckt.

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