'Traumfabrik' schon bald wieder am Werk? Regisseure & Hollywood-Studios geeinigt

Erhöht gleichzeitig Druck auf streikende Autoren 5 Tage Gespräche: Konsens über neuen Tarifvertrag

'Traumfabrik' schon bald wieder am Werk? Regisseure & Hollywood-Studios geeinigt © Bild: Reuters/Prouser

Nach nur fünftägigen Verhandlungen haben sich die amerikanischen Film- und Fernsehregisseure mit den großen Hollywood-Studios auf einen neuen Tarifvertrag verständigt. Die Einigung könnte Bewegung in den inzwischen mehr als zehn Wochen dauernden Arbeitskampf der US-Drehbuchautoren bringen, der nicht nur die Film- und Fernsehproduktion in Hollywood zum Stillstand gebracht hat, sondern auch die Oscar-Verleihung am 24. Februar bedroht.

Wie das "Wall Street Journal" berichtete, verständigte sich der Verband der Regisseure (Directors Guild of America, DGA) mit den Studios auf einen neuen Drei-Jahresvertrag. Darin werde auch die Schlüsselfrage geregelt, wie viel die Filmemacher für die Weiterverwertung ihrer Arbeiten im Internet bekommen, berichtete das Blatt unter Hinweis auf informierte Kreise.

Bessere Konditionen für Regisseure
Nach Angaben der "Los Angeles Times" konnten die Regisseure bessere Bedingungen aushandeln, als die Studios den Drehbuchautoren ursprünglich angeboten hatten. So sollen die Regisseure nun doppelt so viel Geld für den Internet-Vertrieb ihrer Filme erhalten als bisher.

Autorenstreik
An der Frage der Honorierung für Internet- und DVD-Verwertung waren die Gespräche zwischen den Drehbuchschreibern und Studios gescheitert. Die von der Gewerkschaft WGA (Writers Guild of America) vertretenen Autoren sind deshalb seit 5. November im Streik. Sie geraten jetzt unter Druck, weil sie entscheiden müssen, ob sie ähnliche Bedingungen wie die Filmemacher akzeptieren wollen. Am 7. Dezember war eine Gesprächsrunde zwischen Studios und WGA ergebnislos zu Ende gegangen.

Gespräche hinter den Kulissen
Der Einigung zwischen Regisseuren und Studios waren lange Verhandlungen hinter den Kulissen vorausgegangen. Erst als ein Kompromiss möglich schien, hatten beide Seiten die Gespräche am vergangenen Wochenende offiziell eröffnet. Die Directors Guild vertritt USA-weit rund 13.500 Film- und Fernsehregisseure und verwandte Berufe.

(apa/red)