Trauer um schottische Musikerlegende:
"Baker Street"-Sänger Gerry Rafferty ist tot

Musiker feierte mit "Baker Street" weltweite Erfolge Rafferty kämpfte jahrelang mit Alkoholproblemen

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Der schottische Musiker Gerry Rafferty ist tot. Der Sänger sei nach langer Krankheit im Alter von 63 Jahren verstorben, sagte sein Agent Paul Charles. 1978 feierte Rafferty mit "Baker Street" weltweit Erfolge. In den US-Charts stieg er bis auf Platz Nummer zwei, in Großbritannien kam er unter die Top-Drei.

"Du läufst die Baker Street entlang - ein neuer, harter Tag liegt vor Dir. Dann säufst Du Dich durch die Nacht und versuchst, alles zu vergessen": Wie viel Melancholie in den Versen des Welthits "Baker Street" steckt, lässt sich bei den angenehmen Saxofon-Klängen von Gerry Raffertys Song ziemlich leicht überhören. Schon damals, im Jahr 1978, schrieb der Schotte über seinen Kampf gegen den Alkohol, über seine Hoffnung, dass "nächstes Jahr alles besser wird".

Bis heute kennen die meisten Rafferty nur durch "Baker Street". Obwohl es in zahllosen Serien, Filmen und Werbungen weichgespült wurde, hat es trotzdem auch seine echten Fans. Einen Welthit wie den über die bekannte Londoner Straße und U-Bahn-Station hat Rafferty nie wieder gehabt. Stattdessen bewegte er sich eher auf der Straße des Desasters und betäubte sich mit Alkohol. Zwischendurch schrieb er immer wieder mal Lieder und brachte einige Platten heraus. Die wurden zwar nicht berühmt, aber ihre Qualität von Experten auch nie angezweifelt. Er lebte von der "Baker Street", denn die Tantiemen brachten ihm geschätzt 80.000 Pfund (94.000 Euro) - jährlich.

Ob ihn die Karriere glücklich machte, ist schwer zu sagen. "Mir wurde klar, dass ich durch die ganze Welt getourt war, überall hingereist, und nichts gesehen hatte", sagte er einmal. Von seiner Ehefrau trennte er sich 1990. Zumindest starb er nicht einsam, seine Tochter Martha soll an seinem Bett gesessen haben. Offen für Interpretationen bleiben die letzten Zeilen von "Baker Street": "Wenn Du aufwachst, ist ein neuer Morgen angebrochen, die Sonne scheint, Du gehst nach Hause."

(apa/red)