Trainerwechsel bei Austria von

"100-prozentig notwendig"

Sport-Vorstand Parits vertraut Vastic und kündigt Verstärkungen für den Winter an

Trainerwechsel bei Austria - "100-prozentig notwendig"
© Bild: GEPA/Ort

Austrias Führungsriege hat die Trennung von Trainer Karl Daxbacher am Tag nach der Entscheidung als unumgehbar bezeichnet. Aus sportlicher Sicht habe er sich zum Handeln gezwungen gefühlt, erklärte Thomas Parits im Zuge der Bestellung von Neo-Coach Ivica Vastic am Donnerstagnachmittag. "Ich bin hundertprozentig überzeugt, dass der Trainerwechsel notwendig war. Das habe ich auch dem Aufsichtsrat gesagt", erklärt der Sport-Vorstand.

Wie Parits ausführte, habe er seine Meinung zunächst Wirtschafts-Vorstand Markus Kraetschmer mitgeteilt. Gemeinsam habe man sich dies dann vom Dienstagabend tagenden Aufsichtsrat absegnen lassen. Dieser nahm den Vorschlag bekanntlich einstimmig an.

Daxbacher stolperte dabei laut Parits über die mangelnde Ausbeute in den jüngsten Heimpartien. Gegen Wacker Innsbruck, Wiener Neustadt und Mattersburg hatte es nur Unentschieden gegeben. Außerdem sprach auch das 2:2-Remis in Kapfenberg nicht zugunsten von Daxbacher. Eine Negativspirale, die zum Handeln gezwungen hätte.

Ergebnisse als einziger Grund
"Ich habe das Gefühl nicht gehabt, dass wir das Ruder herumreißen und war der Meinung, dass etwas Neues passieren muss", sagte Parits, der auch klarstellte: "Ich habe das entschieden und ich trage die volle Verantwortung." Dabei habe nicht die Qualität seines ehemaligen Mitspielers eine Rolle gespielt. "Einziger Grund sind die Ergebnisse. Und die zählen im Fußball."

Während Daxbacher, dessen Vertrag bis 31. Mai bei vollen Bezügen weiterläuft, offenbar am Titel gemessen wurde, ist für Vastic nun einmal ein Europacup-Startplatz als Ziel ausgesteckt. "Ziel ist die internationale Qualifikation. Aber wir haben noch alle Möglichkeiten auf mehr", meinte Parits, der auch zugab, für den Fall der Absage von Vastic keinen Plan B in der Schublade gehabt zu haben. Dieses Szenario schien jedoch ohnedies unrealistisch.

Zwei Legionäre ante portas
Freuen dürfte sich Vastic im Winter über Verstärkungen. Laut dem Sport-Vorstand stehen zwei Legionäre ante portas. Junge Spieler für die Offensive sollen es sein. Verlassen könnten die Violetten ziemlich sicher die Ergänzungsspieler Salomon und Wallner. Das Okay für Transfers hatte sich Parits vom Aufsichtsrat absegnen lassen.