Tragödie im Sudan geht weiter: Tote bei Attacken auf Flüchtlingslager in Darfur

Unter den Opfern auch 27 Kinder unter zwölf Jahren

Bei neuen Milizenangriffen auf Flüchtlingslager in der sudanesischen Krisenregion Darfur sind nach UNO-Angaben viele Zivilisten getötet worden. Unter den Opfern seien auch 27 Kinder unter zwölf Jahren gewesen, sagte eine Sprecherin der Vereinten Nationen in New York. Die genaue Zahl der Toten wurde nicht beziffert. Die Milizen hätten Siedlungen sowie ein Lager mit 3.500 Flüchtlingen angegriffen.

Tausende Menschen seien daraufhin geflüchtet. UNO-Generalsekretär Annan habe an die sudanesische Regierung appelliert, die Zivilbevölkerung besser zu schützen, so die UNO-Sprecherin.

In Darfur wütet seit dreieinhalb Jahren ein Bürgerkrieg, der Expertenschätzungen zufolge 200.000 Menschen getötet und 2,5 Millionen vertrieben hat. Die meisten von ihnen leben in armseligen, schlecht geschützten Flüchtlingslagern. Die Regierung in Khartum sperrt sich gegen die Entsendung der vom UNO-Sicherheitsrat bereits beschlossenen 20.000 Mann starken internationalen Truppe nach Darfur. (APA)