Tragisches Seilbahnunglück von Sölden: Heute Berufungsverhandlung in Innsbruck

Hubschrauberpilot in erster Instanz bedingt verurteilt

Am Oberlandesgericht Innsbruck findet heute die Berufungsverhandlung für den Unglückspiloten von Sölden statt. Der Tiroler war im Juni vergangenen Jahres wegen fahrlässiger Gemeingefährdung zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 15 Monaten verurteilt worden. Der Unfall am 5. September 2005 am Rettenbachferner im Ötztal hatte für neun Skifahrer aus Deutschland, unter ihnen sechs Kinder, tödlich geendet. Neun weitere Personen waren zum Teil schwer verletzt worden.

Ein vom Hubschrauber transportierter 700 Kilo schwerer Betonkübel war auf das Tragseil der "Schwarze-Schneid-Bahn" gestürzt. Eine Gondel wurde in die Tiefe gerissen, aus einer zweiten wurden Fahrgäste hinausgeschleudert. Bei den Opfern handelt es sich um Wintersportler aus Baden-Württemberg und Bayern. Laut dem Urteil in erster Instanz hätte der Pilot nicht mit der schweren Außenlast über die in Betrieb befindliche Seilbahn fliegen dürfen. Nach dem Strafprozess war der 37-Jährige in volle Berufung gegangen.

(apa/red)