Pariser Autosalon von

Toyota i-Road: Vom Konzeptauto
zum schicken Stadtflitzer der Zukunft

Toyotas Studie ist mittlerweile Realität, erobert bald Grenoble und zeigt sich in Paris

Toyota I-Road © Bild: imago/Jan Huebner

Der Toyota i-Road war einer der Stars auf dem Genfer Automobilsalon im Vorjahr. Ein Jahr später findet sich das Elektroauto auch auf der Pariser Motorshow wieder. Diesmal präsentiert sich der Japaner in schickem Pink und erstmals in Europa in seiner zulassungsfähigen Version.

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Auf den ersten Blick erinnert der i-Road frappant an ein modernes Stadt-Motorrad, wie man es im täglichen Verkehr schon gewohnt ist. Allerdings befinden sich Fahrer und Beifahrer in einer geschlossenen Fahrerkabine, sodass die Helmpflicht wegfällt und sie sich "oben ohne" durch den Asphaltdschungel wuseln können.

Obwohl Schlängeln die Fortbewegung des i-Road vielleicht besser beschreibt. Beim Abbiegen berechnet nämlich ein elektronisches Steuergerät die erforderliche Neigung und legt das Fahrzeug in die Kurve, um der Zentrifugalkraft entgegenzuwirken. Was sich kompliziert anhört, lässt sich auf diesem Test-Video leicht nachvollziehen:

50 Kilometer quer durch die Stadt

Als weiterer Gegensatz zu klassischen Zweirädern muss der Fahrer den trendigen Stadtflitzer im Stand oder bei geringen Geschwindigkeiten nicht selbstständig mit den Füßen stabilisieren. Wie es sich für ein Elektrofahrzeug gehört, spielt die Batterie-Leistung eine gewichtige Rolle. Laut Toyota kann der i-Road dank einer aufgeladenen Lithium-Ionen-Batterie bis zu 50 Kilometer weit fahren, wobei der Akku sich an jeder haushaltsüblichen Steckdose in drei Stunden aufladen lässt.

Während man auf einen Verbrennungsmotor also verzichtet, sind gewohnte Standards aus den Autos dieser Welt wie Heizung und Audiosystem in dem 300 Kilogramm leichten und 90 Zentimeter breiten Gefährt immer mit an Bord.

Pilot-Projekt in Grenoble

Was vor zwei Jahren als Zukunftsversion für die Mobilität in der Großstadt begonnen wurde, ist mittlerweile gelebte Realität. In der japanischen Hauptstadt Tokio gibt es i-Roads bereits als "Car-Sharing"-Vehikel. Und ab Ende 2014 werden im Rahmen eines gleichen Projekts die Einwohner von Grenoble das Vergnügen haben, den kleinen Japaner zu testen.

Ist das Pilot-Projekt in der französischen Alpenstadt von Erfolg gezeichnet, dürfte man den i-Road auch bald in zahlreichen anderen europäischen Metropolen wiederfinden. Wenn auch nicht zwingend in Pink.

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