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Wirbel um Eintritt
für die Wachau

Für Aufsehen sorgt derzeit ein Vorschlag des ehemaligen Melker Bürgermeister Thomas Widrich. Er schlägt eine Eintrittsgebühr für die Wachau vor, um die Folgekosten für den Touristenansturm abzudecken. Eine Erhebung bis Mitte Oktober soll Klarheit verschaffen, ob und wieviel Geld benötigt wird.

Es ist nicht nur die Marillenblüte im Frühling, die Besucher in die Wachau lockt. Auch im Sommer locken Bootsfahrten und ein breites Netz an Radwege für zunehmende Touristenströme. Viele Touristen bringen nicht nur Geld, sie kosten auch.

In der aktuellen Debatte geht es konkret um die Neuerrichtung einer Brücke, die die Ufer des Donaualtarms verbinden soll. Ex-Bürgermeister Widrich könne sich vorstellen, dass ein Benutzungsentgelt bei Schiffsreisenden zur Mitfinanzierung erhoben werden könnte. Auch kann sich Widrich vorstellen, die Region mit anderen Mitteln finanziell zu unterstützen.

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Einnahmen und Erhebungen

Ähnlich wie die Niederösterreich-Card könne es auch eine Wachau-Card mit Vergünstigungen für Attraktionen in der Region geben. Auch eine Erhöhung der Nächtigungstaxe sowie eine Gebühr für Schiffsreisende könne sich Widrich gut vorstellen. Dabei gehe es weniger um Profit als um das Bereitstellen neuer Infrastruktur: "Es geht um Radwege, um Rastplätze, um Toilettenanlagen, um Wegegestaltung – also die Infrastruktur, die für den Touristen, aber auch für die Menschen, die bei uns wohnen, notwendig ist", so der Ex-Bürgermeister.

Soll für die Wachau Eintritt verlangt werden?

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In Zurückhaltung übt sich der Verein der Welterbegemeinden Wachau und verweist auf eine Erhebung, die erkennen lassen soll, ob und wieviel Geld für Aufrechterhaltung und Ausbau der Infrastruktur notwendig sind. Die Erhebung bezieht sich nur auf die Stadt Dürnstein, auf Basis dieser Daten sollen dann Rückschlüsse für die gesamte Region getroffen werden. Die Erhebung läuft noch bis Mitte Oktober.