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Wintertourismus: Weniger Nächtigungen

Hoteliervereinigung: Situation verschärft sich - "Wir brauchen mehr Werbung"

Wintertourismus © Bild: APA/Schneider

Die Zahl der Nächtigungen im Winterhalbjahr ist um eine Million (1,7 Prozent) zurückgegangen. Für die Hoteliervereinigung (ÖHV) zeigt diese Entwicklung, dass sich die Situation im österreichischen Tourismus verschärft. "Wir brauchen mehr Werbung und weniger Belastungen" forderten die ÖHV-Präsidenten Michaela Reitterer und Gregor Hoch am Dienstag in einer Aussendung.

In einer Umfrage habe knapp jeder zweite Befragte angegeben, die Wintersaison sei schlechter als erwartet verlaufen. Dafür hoffen 40,6 Prozent auf mehr Nächtigungen im Sommer, nachdem es im Vorjahr wegen des Jahrhunderthochwassers einen Rückgang gegeben hatte. Die Umsatzrückgänge vom Winter im Sommer noch aufzuholen sei aber "illusorisch" meint Hoch. Österreich müsse nun die Nachfrage aus zahlungskräftigen Märkten ankurbeln, wünscht sich Reitterer.

Im Gegensatz zur ÖHV ist der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Hans Schenner, um Beruhigung bemüht. Das Ergebnis sei "unerfreulich, aber kein Drama", da sich der Nächtigungs-Rückgang in einem überschaubaren Bereich abspiele, analysierte er in einer Aussendung. Das sei allerdings kein Trost für Betriebe, die es härter als den Durchschnitt getroffen hat, relativiert er selber.

Ursache für den Rückgang sei die "fehlende Winterstimmung in vielen Gebieten Österreichs, aber vor allem auch in den wichtigsten Herkunftsländern und Nahmärkten wie Deutschland oder Niederlande" gewesen. "Nächstes Jahr werden wir's mehr schneien lassen, damit es mit der Winterstimmung klappt", so Schenner scherzhaft.

Kommentare

Die Grünen müssen jubeln!
Weniger Nächtigungen heißt: Weniger Abfälle, weniger Energieverbrauch, weniger Feinstaub, weniger CO2 usw.
Nun geht es der Umwelt und uns allen gleich viel besser!

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