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"Tour de France"-Sieger

Brite nach drittem Erfolg: "Es fühlt sich ein bisschen an wie eine Achterbahnfahrt"

Christopher Froome © Bild: imago/Belga

Der Brite Christopher Froome hat auf seiner Tour d'Honneur zum dritten Triumph Bier statt Champagner mit seinen Teamkollegen genossen. Andre Greipel riss als Etappensieger im Ziel jubelnd sein Rad in die Höhe. Der Deutsche gewann am Sonntag die 21. und letzte Etappe der 103. Tour de France - auch im vergangenen Jahr hatte er das Finale für sich entschieden.

Aus dem Kampf um den prestigeträchtigen Sieg hielt sich Froome heraus. Er hatte sein eindrucksvolles Werk schon vor den letzten 113 Kilometern erledigt und seinen dritten Gesamtsieg nach 2013 und 2015 perfekt gemacht. Froome meisterte dabei auch kritische Situationen wie den Unfall auf dem Mont Ventoux mit seinem verzweifelten Lauf berghoch und seinen Sturz im Regen bei einer Abfahrt.

"Wie eine Achterbahnfahrt"

"Es fühlt sich ein bisschen an wie eine Achterbahnfahrt", sagte Froome, der noch immer gezeichnet war und am rechten Ellbogen sowie Knie Pflaster trug. "Eine dritte Tour de France zu gewinnen, ist einfach unglaublich." 174 der gestarteten 198 Fahrer erreichten das Ziel in Paris. Bester Österreicher wurde Georg Preidler aus dem Giant-Team als 56.

Froome wird 2017 seinen vierten Tour-Triumph in Angriff nehmen. Mit dem dritten schloss er bereits zu einem erlesenen Kreis von weiteren drei Fahrern auf, denen das gelang. Er hatte das legendäre Maillot Jaune nach seiner verwegenen Abfahrt in den Pyrenäen und seinem Sieg bei der achten Etappe übernommen. Und gab es nicht mehr her.

Bier statt Champagner

Froome distanzierte mit seiner gnadenlos überlegenen Sky-Mannschaft das komplette Feld. Auch zum symbolischen Dank übernahm Froome am Sonntag den Dienst der Wasserträger. Allerdings stopfte er sein Trikot mit Bierflaschen noch in der neutralisierten Zone zum Anstoßen voll.

Als das Feld die Champs-Elysees erreichte, färbte eine Fliegerstaffel den Himmel zu Ehren aller blau, weiß und rot. Ganz besonders gefeiert wurde aber Romain Bardet, der es als siebenter Franzose in den vergangenen 30 Jahren aufs Podest schaffte. Er musste sich letztlich jedoch wie alle anderen Froome klar geschlagen geben.

Nairo Quintana aus Kolumbien wurde Dritter, er wird übrigens an den Olympischen Spielen in Rio nicht teilnehmen, wie das nationale Olympische Komitee bekanntgab. Zum besten Sprinter kürte sich der Slowake Peter Sagan, das Trikot mit den Roten Punkten für den besten Kletterer durfte der Pole Rafal Majka behalten.

Einträchtig nebeneinander startete das dekorierte Quartett am Sonntag von Chantilly aus auf die letzten und prächtigsten der insgesamt 3.535 Kilometer einer auch von dem Terroranschlag in Nizza und dem Amoklauf in München überschatteten Rundfahrt, die unter noch einmal deutlich verstärkten Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt worden war. Für das Finale mit den acht Runden auf den Champs-Elysees waren die Zufahrtsstraßen in Paris noch weiträumiger abgesperrt als sonst.

"In diesem Jahr sind während der Tour Dinge passiert, die den Blickwinkel verändert haben, speziell das Attentat in Nizza", betonte Froome. Auch dank der französischen Öffentlichkeit sei es aber weitergegangen mit dem Rennen. "Das ist ein starkes Zeichen, dass das Leben weiter geht. Auch nach solchen Terrorattacken."

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