Tote, Verletzte und zahlreiche Brände: Einsatzkräfte hatten zu Neujahr Hochbetrieb

Schladming: Auf Straße liegender Mann überfahren Jugendlicher erlitt Schädelbruch bei schwerem Sturz

Bei einem Verkehrsunfall in der Silvesternacht in der Obersteiermark hat ein 67 Jahre alter Obersteirer tödliche Verletzungen erlitten. Der Mann war in der Nähe der Hauptschule von Schladming auf der Straße gelegen, als ihn eine 24 Jahre alte Einheimische mit ihrem Pkw überfuhr. Ob der Mann alkoholisiert war, ist noch nicht klar.

Der Unfall hatte sich gegen 1.40 Uhr im Ortsgebiet von Schladming ereignet. Die 24-jährige Schladmingerin hatte den Mann vermutlich übersehen, als sie ihn überfuhr. Erst als der hinter ihr fahrende Lenker sie mehrmals heftig mit der Lichthupe aufmerksam machte, hielt sie an.

Der verständigte Notarzt und das Rote Kreuz führten die Erstversorgung und die Reanimierung des Schwerstverletzten durch, dann wurde er ins Diakonissenkrankenhaus Schladming gebracht. Dort erlag er um 3.35 Uhr seinen Verletzungen, wie die Polizeiinspektion Schladming mitteilte.

Kärnten: Mit Auto gegen Haus gekracht
Ein 40 Jahre alter Kärntner ist am Neujahrstag in den frühen Morgenstunden bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Er war mit seinem Auto gegen ein Haus gekracht. Der zweite Autoinsasse wurde schwer verletzt.

Das Auto geriet in einer Kurve in der Ortschaft Stein im Jauntal vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit außer Kontrolle und prallte gegen ein Haus.

Gänserndorf: 15-Jähriger bei Zünden einer Rakete verletzt
Beim Versuch, zum Jahreswechsel eine Rakete abzuschießen, ist ein 15-Jähriger auf dem Rathausplatz in Gänserndorf erheblich verletzt worden. Laut NÖ Sicherheitsdirektion explodierte der Feuerwerkskörper der Klasse II vorzeitig, wodurch die als "Abschussrampe" dienende Sektflasche zerbarst.

Durch die Explosion und die umherfliegenden Glasscherben zog sich Jugendliche stark blutende Wunden im Gesichtsbereich sowie an beiden Händen zu. Weiters erlitt er ein Knalltrauma, unbestätigt sei eine Augenverletzung. Er wurde von Rotkreuzhelfern erstversorgt und ins Krankenhaus Mistelbach gebracht.

Schwer verletzt: Knaller explodierten in der Hand
Ein 26-jähriger Mann aus Garsten (Bezirk Steyr-Land) in Oberösterreich ist in der Nacht bei der Explosion mehrerer Kracher schwer verletzt worden.

Der 26-Jährige hatte versucht, mehrere "Korsar-Kracher" mit einem Gasbrenner anzuzünden, so die Ermittler. Dabei explodierten die Knaller in seiner Hand. Der Mann dürfte dabei schwere Verletzungen erlitten haben.

Jennersdorf: 16-jähriger bei Sturz schwer verletzt
Bei einem Sturz in der Silvesternacht hat ein 16-jähriger Südburgenländer aus Jennersdorf eine schwere Kopfverletzung erlitten: Der Jugendliche wollte gegen 1.15 Uhr mit seinen beiden Brüdern den Silvesterrummel besuchen.

Auf dem Kirchplatz rutschte er laut den Angaben seiner Brüder aus und schlug mit dem Kopf auf dem gepflasterten Boden auf. Der 16-Jährige erlitt einen Schädelbruch.

Silvesterraketen lösten Dachstuhlbrand in Gols aus
Gleich mit einem Einsatz begann das Neue Jahr für die Feuerwehr in Gols (Bezirk Neusiedl am See): Vermutlich durch Silvesterraketen kam es gegen 2.00 Uhr in einer Weinlagerhalle in der nordburgenländischen Gemeinde zu einem Dachstuhlbrand. Der dabei entstandene Schaden wird vom Betroffenen auf 20.000 bis 30.000 Euro geschätzt.

Die Einsatzkräfte wurden alarmiert, weil aus dem Dach der auf beiden Seiten an Wohnhäuser angrenzenden Halle starker Rauch quoll. Die Feuerwehren von Gols und Neusiedl am See, die mit acht Fahrzeugen ausrückten, konnten den Glimmbrand rasch löschen. Um 3.10 Uhr konnte "Brand aus" gegeben werden.

NÖ Rettungsdienst absolvierte 260 Einsätze
Mit 260 Einsätzen innerhalb von zwölf Stunden hat der Rettungsdienst in Niederösterreich einen "bewegten" Jahreswechsel hinter sich. Während allerorts gefeiert wurde, mussten knapp alle drei Minuten Rettungsteams ausrücken, um auch in der Neujahrsnacht zu helfen, resümierte die NÖ Rettungsleitstelle LEBIG.

Der Schwerpunkt lag mit knapp der Hälfte naturgemäß bei Verletzungen nach Stürzen oder Unfällen mit Feuerwerkskörpern. Rund ein Drittel betrafen internistische Notfälle wie Herzinfarkte oder akute Erkrankungen.

Salzburg: Weniger Unfälle zum Jahreswechsel als im Vorjahr
Zum Jahreswechsel verzeichnete das Rote Kreuz in Salzburg um 15 bis 20 Prozent weniger Einsätze als im Vorjahr. Der schwerste Unfall ereignete sich in St. Johann im Pongau: Eine frühzeitig losgegangene Rakete traf das rechte Auge einer 19-jährigen Pongauerin und brachte ihre Kontaktlinse zum Schmelzen.

Feuerwerkskörper setzten in Hof (Flachgau) einen Dachstuhl und im Salzburger Stadtteil Maxglan zwei Balkone in Brand. In der Silvesternacht kam es in der Stadt Salzburg, wo Tausende in der Altstadt feierten, laut Polizei zu keinen gravierenden Zwischenfällen.

(apa/red)