Torfabrik Marc Janko kritisiert den ÖFB:
Heimflug von den Färöern war zu strapaziös

Stickler und Sponsoren bekamen den früheren Flug Bei weiterer Torlaune Mitsprache um Goldenen Schuh

Torfabrik Marc Janko kritisiert den ÖFB:
Heimflug von den Färöern war zu strapaziös © Bild: APA/Hochmuth

Salzburg-Stürmer Marc Janko hat sich mit sieben Toren gegen Altach und Kapfenberg den Frust aus den beiden Pleiten in der WM-Qualifikation von der Seele geschossen. Janko und seine ÖFB-Teamkollegen hatten nach der Blamage auf Färöer (1:1) und der Heimniederlage gegen Serbien (1:3) viel Häme und Kritik einstecken müssen, auf seiner Homepage holte Janko nun zum verbalen Gegenschlag aus.

Nach dem Färöer-Spiel, das ein "Katastrophe" gewesen sei, war man von der strapaziösen Heimreise ermüdet ins Serbien-Match gegangen. Das hätte aber vermieden werden können, wenn statt ÖFB-Präsident Friedrich Stickler samt Entourage die Nationalmannschaft früher abgereist wäre. "Es war wichtiger, dass zuerst die Sponsoren samt ÖFB-Präsident Richtung Heimat flogen, obwohl wir zwei Tage später ein extrem wichtiges Match gegen Serbien hatten", ärgerte sich Janko. Dementsprechend sei man dann gegen Serbien aufgetreten und war "in der ersten Halbzeit an die Wand gespielt" worden. Sein Tor zum 1:3 war nur noch Ergebniskosmetik.

Der 17-fache Saisontorschütze, der vor Bundesliga-Halbzeit die Marke des Schützenkönigs der Vorsaison, seines Teamkollegen Alexander Zickler, bereits übertroffen hat, war sich nach dem 7:3 gegen Kapfenberg darüber im Klaren, dass beim vorläufigen Tabellenführer nicht alles eitel Wonne ist. "Mit dem Sieg und dem Offensivspiel kann man natürlich zufrieden sein, aber in der Defensive muss die Mannschaft einfach mehr machen, drei Tore wie heute dürfen nicht passieren", betonte Janko. Seine beiden ersten Treffer am Ende der ersten und kurz nach Wiederbeginn der zweiten Spielhälfte hatte der 1,96-m-Hüne binnen einer Minute erzielt.

Sollte Janko verletzungsfrei bleiben und seine Topform halten, wird er auch bei der Vergabe um den "Goldenen Schuh", der Trophäe für den besten Torjäger Europas, mitreden. Tore in Österreich werden in dieser Wertung mit dem Quotienten 1,5, jene in Topligen wie etwa England oder Spanien mit 2,0 multipliziert. Zu aufgekommenen Transfergerüchten auf die Insel - seine erklärte Wunschdestination - äußerte sich Janko, der beim Vizemeister mit einem Vertrag bis 2011 ausgestattet ist, weiter zurückhaltend: "Ich habe einen Vertrag in Salzburg, alles Weitere wird man sehen."
(apa/red)