Tore auf für Steinmetz, Bodenleger und Co: Bartenstein öffnet Jobmarkt für den Osten

Bereits ab Juli 2008 15 weitere Berufsgruppen erlaubt Vollständige Arbeitsmarkt-Öffnung folgt dann ab 2009

Tore auf für Steinmetz, Bodenleger und Co: Bartenstein öffnet Jobmarkt für den Osten © Bild: Reuters

Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein macht den Arbeitsmarkt weiter auf. Zusätzlich zu den bisher 50 Berufsgruppen, die Arbeitskräften aus den neuen EU-Ländern in Österreich offenstehen, werden 15 weitere Berufsgruppen dazukommen, so der Minister zur APA.

Die Verordnung werde in Begutachtung gehen und soll per 1. Juli in Kraft treten. Der in Abstimmung mit den Sozialpartnern erfolgte Beschluss basiert auf einer Bedarfserhebung des Arbeitsmarktservice (AMS).

Die neuen Berufsgruppen sind:
Steinmetze und -bildhauer
Schwarzdecker
Boden- und Estrichleger
Landmaschinenbauer
Tischler
Kunststoffverarbeiter
Versicherungsvermittler und -vertreter
Maschinenbautechniker
Elektrotechniker
Heizungstechniker
Entwicklungs- & Verfahrenstechniker/
Projekt- und Servicetechniker
Werkstoffprüfer
Kalkulanten
Lohn- und Gehaltsverrechner

Schrittweise Öffnung
Die bisherige Praxis der "vorsichtigen und schrittweisen Öffnung" des Arbeitsmarktes habe sich bewährt, so Bartenstein. Derzeit seien über die Facharbeiterverordnung im ersten Halbjahr 2.584 Facharbeiter ins Land gekommen. Spitzenreiter sind nach wie vor Köche mit 1.000 Facharbeitern, gefolgt von Schweißern mit 500 Arbeitskräften. Mehr als die Hälfte der Betroffenen, nämlich 1.386 kommen aus Ungarn, lediglich 10 Prozent aus Polen.

Ab 2009 vollständige Öffnung
Ab 2009 will Bartenstein den heimischen Arbeitsmarkt für Fachkräfte und Akademiker aus den Oststaaten vollständig öffnen. Voraussetzung sei aber, dass sich der Arbeitsmarkt in Österreich weiter so positiv entwickelt und das AMS den entsprechenden Bedarf an Fachkräften erhebt. Zuletzt sei das Arbeitsmarktservice von 6.000 bis 7.000 fehlenden Fachkräften ausgegangen.

Internationaler Fachkräftemangel
Fachkräftemangel sei kein österreichisches Problem, sondern bestehe international. Diesem müsse man vor allem durch entsprechende Lehrlingsausbildung und Schulungsmaßnahmen begegnen. Entsprechende Maßnahmen wurden mit dem kürzlich beschlossenen Jugendbeschäftigungspaket und der Qualifizierungsoffensive des AMS gesetzt.

(apa/red)