Tomizawa nach Horrorcrash gestorben:
19-Jähriger ist bei Moto2-GP verunglückt

Japaner nach Sturz noch von Nachfolgendem erfasst Rennen wurde trotz Zwischenfalls zu Ende gefahren

Tomizawa nach Horrorcrash gestorben:
19-Jähriger ist bei Moto2-GP verunglückt © Bild: APA/EPA

Der Motorrad-Grand Prix von San Marino im italienischen Misano ist am Sonntag vom tödlichen Unfall des Japaners Shoya Tomizawa überschattet worden. Der Suter-Pilot stürzte im Moto2-Rennen, wurde von den hinter ihm fahrenden Scott Redding und Alex de Angelis überrollt und erlag kurz darauf im Krankenhaus von Riccione seinen inneren Verletzungen. Tomizawa, der nur 19 Jahre alt wurde, hatte schwere Schädel-, Brust- und Unterleibsverletzungen erlitten.

Das Rennen wurde nach dem Vorfall in der zwölften Runde nicht unterbrochen. Es siegte schließlich der Spanier Toni Elias vor seinem Landsmann Julian Simon und dem Schweizer Tom Lüthi. Elias, der seine WM-Führung weiter ausbaute, widmete den Sieg noch vor Eintreffen der Todesnachricht den verunglückten Tomizawa sowie Peter Lenz. Der 13-jährige Amerikaner war erst in der vergangenen Woche im Rahmenprogramm der WM in Indianapolis bei einem ähnlichen Unfall ums Leben gekommen.

Der für das Technomag-CIP-Team startende Tomizawa hatte 2009 seine erste komplette WM-Saison in der 250-ccm-Klasse bestritten. Zu Beginn dieses Jahres war er mit einem GP-Sieg in Katar und einem zweiten Platz in Jerez furios in die Saison gestartet. Es waren die beiden einzigen Podestplätze seiner Karriere. Im WM-Fahrerfeld gab es letztmals 2003 einen Todesfall zu beklagen. Damals verunglückte der japanische MotoGP-Fahrer Daijiro Kato in Suzuka und erlag 13 Tage später seinen Verletzungen.

"Wenn solche Dinge passieren, hat alles andere keine Bedeutung. Er war ein netter Kerl, es war ein schrecklicher Unfall", meinte Italiens Superstar Valentino Rossi. Der Weltmeister landete im MotoGP-Lauf auf Platz drei hinter den Spaniern Dani Pedrosa und Jorge Lorenzo. Sieger Pedrosa (Honda) feierte seinen dritten Erfolg in Serie, in der WM-Wertung unangefochten voran bleibt aber der für Yamaha fahrende Lorenzo. (apa/red)

Kommentare

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Unglaublich ... wie kann man da ein Rennen zu Ende fahren lassen?
Naja, da gehts nur ums Geld und die Sponsoren müßen
befriedigt werden ... wie es seiner Familie geht, war hier
sichtlich schei**egal!!!!

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Re: Unglaublich ... Erstens war die Tragweite des Unfalls zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt-und "the show must go on"-- so brutal das auch klingt! Schau Senna und Ratzenberger an......

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