Tödlicher Verkehrsunfall im Burgenland: 4 Menschen sterben bei Kollision auf neuer A6

Pkw krachte in stehenden Lkw am Pannenstreifen Nachkommendes Auto konnte nicht mehr ausweichen

Tödlicher Verkehrsunfall im Burgenland: 4 Menschen sterben bei Kollision auf neuer A6 © Bild: APA/FWST

Ein schwerer Verkehrsunfall, der vier Todesopfer und einen Schwerverletzten forderte, hat sich auf der im vergangenen November eröffneten A6 im Nordburgenland ereignet. Ein in Richtung Bratislava fahrender Lkw hatte nach der Ausfahrt Potzneusiedl (Bezirk Neusiedl am See) einige Ballen Ladegut verloren. Ein Sattelschlepper fuhr in die Ballen und hielt am Pannenstreifen. Wenig später prallte ein mit fünf Männern besetzter Pkw, der dem Hindernis auf der Fahrbahn ausweichen wollte, seitlich in den abgestellten Lastwagen.

Zu dem Unfall kam es gegen 6.45 Uhr, als ein Lastwagen mit Mattersburger Kennzeichen Ballen Dämmstoff in Form von Mineralwolle verlor. Der Lenker eines nachkommenden Sattelzuges überfuhr zwei bis drei Ballen und hielt am Pannenstreifen an. Während der Mann versuchte, die Ballen unter dem Lastwagen hervorzuziehen, prallte laut Polizei ein mit fünf Männern besetzter Wagen mit Wiener Kennzeichen mit der rechten Fahrzeugseite gegen den Laster. Der Lenker hatte offenbar versucht auszuweichen und war dabei mit dem Wagen ins Schleudern gekommen.

Lkw-Fahrer erlitt schweren Schock
Für vier Fahrzeuginsassen kam jede Hilfe zu spät. Ein etwa 25-jähriger Pole, der sich im Fond des Pkw befand, erlitt schwere Verletzungen. Er wurde vom Notarzthubschrauber Christophorus 9 in das Wiener Lorenz Böhler-Krankenhaus gebracht. Der Fahrer des Lkw, der die Ballen verlor, erlitt einen schweren Schock. Er musste in der Autobahnpolizeiinspektion Parndorf psychologisch betreut werden, sagte der Leiter der Verkehrsabteilung Burgenland, Oberst Franz Füzi, zur APA. (APA/red)