Tödlicher Diebstahl in Wien: Mann geriet am Nordbahnhof in eine 50.000-Volt-Leitung

Dreiköpfige Bande wollte Kupferkabel stehlen

Der Versuch, ein Starkstromkabel zu stehlen, hat einem 18-jährigen Mann in Wien-Leopoldstadt das Leben gekostet. Gemeinsam mit zwei Komplizen wollte er am Gelände des Nordbahnhofes jenes Kupferkabel durchschneiden, das laut Polizei die Oberleitung der Eisenbahn speist. Ein greller Lichtbogen mit 15.000 Volt fügte dem 18-Jährigen tödliche Verbrennungen zu.

Eine Woche nach dem Vorfall konnten die Kriminalisten eines 50-jährigen Mannes habhaft werden, der an der Tat beteiligt war. Er gab an, dass die Kupferpreise derzeit sehr hoch seien und deshalb das Kabel gestohlen werden sollte.

Nach dem Unfall mit der Hochspannungsleitung, brachten die beiden Männer ihren jungen Komplizen ins Krankenhaus. 50 Prozent seiner Haut waren verbrannt.

Nach einer Woche im AKH erlag jedoch der 18-Jährige seinen schweren Verletzungen. Der 50-jährige Verdächtige bestreitet nach Angaben der Ermittler die Tat und wurde auf freiem Fuß angezeigt. Ein dritter Beteiligter - er soll etwa 25 Jahre alt sein - wird noch gesucht.

(apa)