Tödlicher Anschlag in Sotschi: Russische Olympiastadt wieder Ziel von Attentätern

Detonation auf Baustelle für geplante Sportstätte Insgesamt wurden bereits fünf Menschen getötet

Erneut ist in der künftigen Olympia-Stadt Sotschi am Schwarzen Meer ein Bombenanschlag verübt worden. Bei der Explosion einer Bombe in einem Bauwagen sei mindestens ein Arbeiter getötet und ein weiterer verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Hintergrund des Attentats war zunächst unklar. Seit April des Vorjahres sind bei Anschlägen in Sotschi damit mindestens fünf Menschen getötet worden. Neben Terroristen kommen für die russischen Justizbehörden auch Gegner der Olympischen Spiele als Täter infrage.

Nach Angaben der Polizei ereignete sich die Detonation auf einer Baustelle für eine geplante Sporteinrichtung. Eine Gasexplosion schließe man aus, sagte ein Sprecher. Sotschi befindet sich nur 40 Kilometer von dem abtrünnigen georgischen Gebiet Abchasien entfernt. Die Sicherheitslage in der Region gilt seit August 2008 als besonders angespannt. Damals hatten Russland und Georgien um Abchasien und die ebenfalls abtrünnige Region Südossetien Krieg geführt.

(apa/red)