Tödliche Unwetter-Folgen in Deutschland: Drei Männer wurden von Blitz erschlagen

Bauarbeiter hatten unter Bagger Schutz gesucht Hohe Sachschäden nach verheerenden Unwettern

Tödliche Unwetter-Folgen in Deutschland: Drei Männer wurden von Blitz erschlagen

Unwetter haben in Teilen Deutschlands erneut erhebliche Schäden angerichtet. In Brandenburg wurden drei Bauarbeiter vom Blitz erschlagen. Betroffen von den Unwettern waren vor allem Berlin, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Hessen.

Die Feuerwehren waren in den meisten Fällen wegen umgestürzter Bäume, die zum Teil auf Autos stürzten, herabfallender Äste, umherfliegender Bauteile, abgedeckter Dächer und Wasserschäden im Einsatz. Bei wetterbedingten Verkehrsunfällen wurden mehrere Menschen schwer verletzt.

Drei Bauarbeiter von Blitz erschlagen
Ein Blitz hat nahe Werbig in Brandenburg drei Bauarbeiter erschlagen. Sie hätten vor einem heftigen Gewitter unter einem Bagger Schutz gesucht, in den der Blitz einschlug, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Da die drei Arbeiter aus Sachsen direkten Kontakt mit dem Fahrzeug hatten, wurden sie tödlich verletzt. Ein vierter Mann erlitt Verletzungen, konnte aber die Rettungskräfte alarmieren. Die Männer waren für eine Tiefbaufirma im Einsatz.

Ausnahmezustand im Berlin: Fanmeile geräumt
In Berlin rief die Feuerwehr am Samstagabend nach einem schweren Unwetter für vier Stunden den Ausnahmezustand aus. Insgesamt war die Feuerwehr rund 320 Mal im Einsatz. Im Stadtteil Wilmersdorf stürzte das Dach eines Wohngebäudes ein. Verletzt wurde niemand. Die Polizei ließ am Samstag rechtzeitig die Fanmeile am Brandenburger Tor zum DFB-Pokalfinale VfB Stuttgart-1.FC Nürnberg räumen. Dort hatten sich im Laufe des Tages über 100.000 Menschen versammelt.

Eisenbahnstrecken gesperrt
Wegen umgestürzter Bäume mussten in Teilen Deutschlands Eisenbahnstrecken vorübergebend gesperrt werden. Die Schäden seien in den meisten Fällen jedoch schnell wieder behoben worden, sagte ein Bahnsprecher. In Rheinland-Pfalz fielen zwischen Mainz und Worms sowie bei Neuwied Bäume auf die Oberleitungen. In Berlin war der S-Bahn-Verkehr betroffen. Umgestürzte Bäume hatten Gleise blockiert, an einigen Böschungen rutschte die Erde weg.

800 Schweine verendet
Nach einem Blitzeinschlag verendeten in einem landwirtschaftlichen Betrieb in Langeln (Sachsen-Anhalt) rund 800 Schweine. Der Blitz habe bei heftigem Unwetter in der Lüftungsanlage eingeschlagen, woraufhin die Temperatur in dem Stall immens gestiegen sei, teilte die Polizei Halberstadt mit. In Magdeburg deckte eine Böe das komplette Dach eines Mehrfamilienhauses ab. Bei einem heftigen Gewitter im Erzgebirge begrub in der Ortschaft Helbigsdorf im Landkreis Freiberg eine Schlammlawine die Dorfstraße unter sich. Teile des Ortes wurden überflutet.

In Bad Iburg bei Osnabrück hatte in der Nacht ein Blitz ein Einfamilienhaus in Brand gesetzt. Dabei entstand ein Schaden in Höhe von rund 100 000 Euro, verletzt wurde niemand.

Unwetter auch in Norditalien
Unwetter auch in Norditalien: Ein 64-jähriger Pensionist aus Bosnien ist bei einem Wirbelsturm in der Nähe von Udine ums Leben gekommen. Neun weitere Menschen wurden nach Angaben der Behörden leicht verletzt. Der Rentner besuchte in dem Ort Manzano eine Abendveranstaltung in einem Zelt, als dies von einem plötzlich aufkommenden Wirbelsturm erfasst wurde.

Der Mann sei von dem herabstürzenden Zeltgestänge schwer verletzt worden und starb kurz darauf im Krankenhaus, teilten die Behörden mit. Heftige Regenfälle führten am Sonntagmorgen in der Region Friaul zu Überschwemmungen.

(apa/red)