Todesfall von

Maximilian Schell: Sein Werk

Der verstorbene Weltstar spielte in seiner Karriere in mehr als 60 Produktionen mit

Maximilian Schell mit seinem Oscar © Bild: APA/DPA/UPI

Der verstorbene Maximilian Schell hat im Lauf seiner Karriere in mehr als 60 Filmproduktionen und zahlreichen Fernsehfilmen und -serien mitgewirkt. Sein Filmdebüt gab er 1955 im österreichischen Streifen "Kinder, Mütter und ein General". Seine erster Hollywoodauftritt - "Die jungen Löwen" - folgte 1958. Mit dem Oscar prämiert wurde er für seine Darstellung in "Das Urteil von Nürnberg" (1962).

Zu den großen und prominent besetzten Filmen zählen weiters "The Brothers Bloom" (2008), "Jean d'Arc - Die Frau des Jahrtausends" (1999), Mimi Leders Katastrophenspektakel "Deep Impact" und John Carpenters "Vampire" (beide 1998). Zeitlich weiter zurück liegen u.a. die hinreißende Gaunerkomödie "Topkapi" (1964), "Der Mann im Glaskasten" (1975), der oscar-dekorierte Streifen "Julia" von Fred Zinnemann, Werke zum Zweiten Weltkrieg wie "Die Brücke von Arnheim" und "Steiner - Das Eiserne Kreuz" (alle 1977) und - im heurigen Gedenkjahr anlässlich des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs wieder aktuell - "Der Tag, der die Welt veränderte" (1975) zum Sarajevo-Attentat 1914. Derzeit in Postproduktion befindet sich die belgisch-deutsche Produktion "Die Räuber" ("Les Brigands") mit u.a. Tcheky Karyo ("Nikita"), in der Schell die Rolle des Mr. Escher spielt.

Auch als Regisseur erfolgreich

Auch als Regisseur war Schell erfolgreich tätig und wurde für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet. Jeweils eine Oscar-Nominierung brachten ihm seine Filme "Erste Liebe" (1970), "Der Fußgänger" (1973) und die Marlene Dietrich-Dokumentation "Marlene" (1984) ein. "Der Richter und sein Henker" von Friedrich Dürrenmatt, den Schell einmal als seinen besten Freund bezeichnete, verfilmte er mit Jon Voight und Jacqueline Bisset (1975), für Ödön von Horvaths "Geschichten aus dem Wiener Wald" holte er u.a. Helmut Qualtinger und Andre Heller vor die Kamera (1979). Seine letzte Regiearbeit aus dem Jahr 2002, "Meine Schwester Maria", widmete er seiner berühmten Schwester Maria Schell, die drei Jahre später starb.

Kommentare