Tiroler Urgestein tritt für Österreich an:
Liste Dinkhauser am 28. September fix dabei

'Schwierige Entscheidung': Wahlziel 6 bis 7 Prozent Einfacher Wahlkampf ohne 'Rettet Österreich' geplant

Tiroler Urgestein tritt für Österreich an:
Liste Dinkhauser am 28. September fix dabei

"Es war für mich eine wahnsinnig schwierige Entscheidung", sagte der Bürgerforumschef. Er sei in seinen Wurzeln ein Urtiroler und eigentlich schwer zu versetzen. Er fühle sich den Tirolern und Tirolerinnen auf besondere Weise verpflichtet. Ausschlaggebend sei schließlich gewesen, dass es österreichweit einen Wandel in der Politik brauche. Er wolle eine Demokratie der Bürger im Gegensatz zu der derzeit herrschenden Politik der Lobbys. "Das einzige Rezept, das ich liefern kann, bin ich selber", antwortete er auf die Frage, wie er seine Forderungen konkret umsetzen wolle.

Bescheidene Wahlkampfmittel
Dinkhauser betonte, dass er einen bescheidenen, unabhängigen Wahlkampf führen werde. Zwischen 1,5 und zwei Millionen seien dafür seiner Meinung nach notwendig. Das nötige Kleingeld soll aus der Rückerstattung der Wahlkampfkosten stammen. Wenn er auf sechs bis sieben Prozent komme, sei das für ihn ein "Riesenerfolg".

Wer in den Bundesländern an der Seite von Dinkhauser um den Einzug in den Nationalrat rittern wird, war noch nicht ganz klar. Außerhalb von Tirol hatten sich bisher zwei Gruppierungen klar geäußert. Der oberösterreichische "Agrarrebell" Leo Steinbichler will Dinkhauser mit einer Kandidatur in Oberösterreich unterstützten. Im Burgenland kündigte die Plattform Freie Bürgerlisten (FBL) mit ihren Sprechern Manfred Kölly und Wolfgang Rauter ebenfalls eine Zusammenarbeit an. Kölly soll laut eigener Aussage die Kandidatur in Ostösterreich koordinieren. In seinen Zuständigkeitsbereich würden neben dem Burgenland auch Wien, Niederösterreich und Teile der Steiermark fallen.

Keine gemeinsame Sache mit "Rettet Österreich
Ein gemeinsames Antreten mit der EU-kritischen "Unabhängige Bürgerinitiative Rettet Österreich" war vorerst vom Tisch. Er lasse sich von keiner Gruppe vereinnahmen, sagte der ehemalige Tiroler AK-Präsident. Er habe sich jetzt zur Aufgabe gemacht, bundesweit die richtigen Leute für einen gemeinsamen Wahlkampf auszusuchen: "Ich werde für niemanden Feigenblatt sein".

Dinkhauser wird unter dem Namen "Liste Fritz Dinkhauser - Bürgerforum Österreich" in den Nationalratswahlkampf ziehen. Der streitbare Tiroler hatte immer wieder ein Kabinett der besten Köpfe im Landtag gefordert. Er sprach sich auch auf Bundesebene für dieses Modell aus. Es sei niemand auszugrenzen, aber man müsse sich von gewissen "Extrempositionen" abgrenzen. Er wolle kein rechtsradikales Österreich, sondern ein bürgerliches, liberales Österreich. (apa/red)