Tiroler raste gegen Tunnel und starb:
23-Jähriger hatte Auto zuvor gestohlen

Unfall-Lenker bedrohte Eigentümer mit Waffe Polizei-Sprecher: "Alles deutet auf einen Suizid hin"

Tiroler raste gegen Tunnel und starb:
23-Jähriger hatte Auto zuvor gestohlen © Bild: APA/zeitungsfoto.at

Ein 23-jähriger Imster ist mit einem gestohlenen Auto gegen eine Tunnelwand im Tiroler Oberland gefahren und noch an der Unfallstelle verstorben. Er hatte den Besitzern aus Wien mit Erschießen gedroht und ihren Wagen mit Landecker Kennzeichen entwendet. Laut Polizei gab es an der Unfallstelle keine Bremsspuren.

Um 17.38 Uhr war der Pkw auf der Inntalautobahn (A12) im Gemeindegebiet Schönwies (Bezirk Landeck) gegen die dortige Tunnelgalerie "Fallender Bach" geprallt. "Alles deutet auf einen Suizid hin. Sonst macht man so etwas nicht", berichtete ein Sprecher der Polizei. Der Mann hatte das Fahrzeug kurz zuvor am Parkplatz eines Autohauses in Imst einem Wiener Ehepaar abgenötigt, indem er unter der Jacke eine Pistole vortäuschte und sie mit dem Erschießen bedrohte.

Die Polizei vermutete, dass das Ehepaar aus Wien in Landeck einen zweiten Wohnsitz habe. In den Medien kolportierte Gerüchte, dass die Hintergründe der Tat in einer Erkrankung des Mannes zu finden seien, wollte die Exekutive nicht bestätigen. Die Ermittlungen waren vorerst noch nicht abgeschlossen.

Die Autobahn zwischen Mils und Schönwies war in Fahrtrichtung Arlberg von 17.35 Uhr bis 18.55 Uhr komplett gesperrt. Der Verkehr musste über die Bundesstraße umgeleitet werden.

(apa/red)