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Zugunfall in Tirol

Lok entgleist und über Böschung abgerutscht - Drei Verletzte. Ursache noch unklar.

Zugunfall in Tirol © Bild: APA/Daniel Liebl

Drei Verletzte hat ein Zugunfall Montag früh am Brenner in Tirol gefordert. Laut Polizei machten sich zwei verbundene Lokomotiven selbstständig, nachdem der Lokführer den einen Triebwagen verlassen hatte, um die Zugmaschinen für die Retourfahrt zu wechseln. Das Gespann setzte sich in Bewegung und stieß mit einer auf einem Nebengleis geparkten Garnitur der "Rollenden Landstraße" (RoLA) zusammen.

Der 24-jährige Lokführer aus Deutschland war laut Polizei gegen 5.45 Uhr damit beschäftigt, die Lokomotiven des Unternehmens "Lokomotion" auf ein anderes Gleis zu überstellen, um sie dort zu parken. Als er im Zuge der Verschubfahrt die Triebwagen wechseln wollte, setzten sich die Zugmaschinen in Richtung Norden in Bewegung. Der 24-Jährige habe laut Polizei noch versucht, auf eine der Loks aufzuspringen. Dabei kam er aber zu Sturz und verletzte sich.

Zwei Loks entgleist

Die herrenlosen Loks rollten in Richtung Norden auf ein Nebengleis. Dort rammten sie eine abgestellte Garnitur der RoLa. Der Triebwagen wurde über die Gleise hinaus einen Abhang hinunter gegen ein Bahnhofsgebäude geschoben. Zwei der Loks und der Waggon entgleisten und verursachten erheblichen Sachschaden an den Gleisanlagen, teilte die Polizei mit.

Der 35-jährige ungarische Lokführer des RoLA-Triebwagens und eine 48-jährige deutsche Zugbegleiterin wurden bei dem Zusammenprall leicht verletzt. Die Bahnstrecke war für kurze Zeit für die Abklärung der Schäden unterbrochen. Die "Rollende Landstraße" wurde vorübergehend gesperrt. Die Bergung der entgleisten Lok soll am Dienstag erfolgen.

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