Tirol von

Enorme Schäden

Ungewöhnlich starker Wintereinbruch - 15 Hektar Obstflächen komplett zerstört

Wintereinbruch in Tirol © Bild: APA/Liebl

Der ungewöhnlich starke Wintereinbruch in der Nacht auf Freitag hat in Tirol zu beträchtlichen Schäden im Obstbau geführt. Über 20 Hektar Obstflächen seien nach bisherigen Erhebungen massiv betroffen, 15 Hektar davon "total zerstört", erklärte der Obmann des Vereins "Tirol Obst" in der Landwirtschaftskammer, LAbg. Hermann Kuenz am Samstag. Kuenz rechnete mit einem Schaden in der Höhe von "weit mehr als einer Mio. Euro".

Insgesamt seien 30 Prozent der gesamten Obstfläche in Tirol vom plötzlichen Wintereinbruch in Mitleidenschaft gezogen worden. In erster Linie handle es sich um Apfelplantagen im Raum Innsbruck, sagte Kuenz. 25 Betriebe würden zu den Hauptbetroffenen zählen. Zahlreiche Hagelnetze, die die Äpfel schützen sollen, seien unter der Last des Schnees eingeknickt. "Teilweise wurden auch die Bewässerungs-Konstruktionen total zerstört. Die Äpfel liegen am Boden. Das muss alles gerodet werden", berichtete der Obmann von "Tirol Obst".

Er habe bereits mit LHStv. und Agrarlandesrat Josef Geisler Kontakt aufgenommen, meinte Kuen und brachte die Möglichkeit von Zuwendungen aus dem Katastrophenfonds an die hauptbetroffenen Betriebe ins Spiel.

100 Haushalte ohne Strom

Die Probleme mit der Stromversorgung hat man indes weitgehend in den Griff bekommen. Am frühen Nachmittag waren noch 100 Haushalte ohne Strom, sagte Klaus Schüller, der Systemführer Netze der Tinetz-Stromnetz Tirol AG. Betroffen war dabei ausschließlich die Gemeinde Nauders im Bezirk Landeck. Im Verlauf des Tages sollte die Stromversorgung vollständig wiederhergestellt sein, hieß es.

Zuvor hatte die Tinetz neben andauernden Versorgungsunterbrechungen in Gemeinden wie Tulfes und Gries am Brenner (Bezirk Innsbruck Land) auch mit auftretenden Stromausfällen unter anderem im Ötztal und Pitztal zu kämpfen.

Die Situation im Bahnverkehr hat sich inzwischen fast vollständig normalisiert. Die Karwendelbahn zwischen Innsbruck und Scharnitz werde voraussichtlich um 17.00 Uhr wieder freigegeben, teilte die ÖBB mit. Bis dahin sei ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

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