Tirol-Wahl von

"Adler Runde" übt Kritik an Grünen

Aber keine Präferenz der Unternehmerrunde für Koalition in Tirol

Die "Tiroler Adler Runde", ein Zusammenschluss von 42 einflussreichen hiesigen Unternehmern, hat fünf Tage vor der Landtagswahl Kritik an den Grünen geübt.

"Das Thema ́Lufthunderter ́ haben wir allein den Grünen zu verdanken", meinte etwa der Kufsteiner Unternehmer Fritz Unterberger bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Innsbruck. Lob gab es hingegen für die schwarz-blaue Bundesregierung.

Ingeborg Freudenthaler, Geschäftsführerin eines Recyclingunternehmens, beklagte die ihrer Meinung nach mangelnde "Wirtschaftsfreundlichkeit" in Tirol und wartete mit Zahlen auf. 28 Prozent der befragten Unternehmer seien der Meinung, dass sich die Verfahrens- und Behördenwege für Unternehmer verschlechtert hätten, so Freudenthaler. In den vergangenen fünf Jahren sei die Stimmung im Land somit keineswegs wirtschaftsfreundlicher geworden, diagnostizierte Freudenthaler.

Einen möglichen Schuldigen fand der Unterländer Unternehmer und Präsident der "Adler Runde", Anton Pletzer, im "Partner des Landeshauptmanns". Dieser Partner, die Tiroler Grünen, habe in der "Situation gebremst," so Pletzer. Man müsse die Beamten "anders managen", meinte Freudenthaler in diesem Zusammenhang. Es gehe darum, dass sich diese wieder als "Ermöglicher" wahrnehmen und "mit Unternehmern gemeinsam mit Freude etwas umsetzen".

Die Unternehmer verlangten von der künftigen Landesregierung Verwaltungsvereinfachung, Evaluierungen der Landesgesetze und Bürokratieabbau. "Tirol soll sich visionär aufstellen", meinte Freudenthaler und wollte diese Anforderung konkret als "Auftrag an die neue Landesregierung" verstanden wissen.

Auf eine Wunschkoalition nach der Landtagswahl am 25. Februar wollte man sich aber nicht festlegen. "In Tirol soll etwas Vorwärtsgehen", blieb Pletzer unverbindlich. "Es soll aber keine Verhinderungspolitik geben", meinte er weiter. Der Tiroler Landeshauptmann werde "die richtige Wahl treffen", war sich der Präsident sicher.

Lob gab es jedenfalls für Schwarz-Blau im Bund. "Mir gefällt der Stil", meinte Vorstandsmitglied Peter Grüner dazu. Er nannte das Arbeitsprogramm "intensiv". "Ich bin zufrieden mit dem Regierungsprogramm", sagte auch Pletzer. Dieses sei "wirtschaftsfreundlich".

Kommentare