Tirol von

Mitterlehner mischt sich ein

Berg-Verkauf: "Roßkopf" und "Großer Kinigat" sollen öffentliches Eigentum bleiben

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    Der 2.600 Meter hohe "Roßkopf"

  • Bild 2 von 2 © Bild: APA/BIG Entwicklungs- und Verwertungs GmbH

    Der 2.690 Meter hohe "Große Kinigat"

In Osttirol stehen zwei Berge zum Verkauf, doch nicht jeder darf sie haben: Geht es nach Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, soll die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) die beiden Prachtstücke nicht an private Bieter verscherbeln.

Der Verkauf sei zwar eine operative Entscheidung der BIG, er werde aber in den nächsten Tagen dazu Gespräche führen, kündigte Mitterlehner in der Tiroler Tageszeitung (TT) an. Er sei gegen einen Bergeverkauf an Private, sagte Mitterlehner. Um mindestens 121.000 Euro will die BIG die beiden Osttiroler Berge "Roßkopf" und "Großen Kinigat" bei Kartitsch verkaufen, einzeln oder im Paket.

Der Verkauf ist nicht der erste derartige Fall. Der frühere Landeshauptmann Wendelin Weingartner setzte sich gegen den Verkauf des Acherkogels bei Oetz (Bezirk Imst) durch die Bundesforste (ÖBF) ein. In Telfs (Bezirk Innsbruck-Land) übernahm die Gemeinde Ende der 90iger Jahre von den ÖBF die Hohe Munde in einem Tauschgeschäft.

Kommentare

Da schauher! Verkaufen wir ruhig unsere Berge, sind ja nur Steine! Und wem gehört das WASSER, das aus diesen Bergen kommt? Dürfen wir das dann, in Plastikflaschen gefüllt, wieder ZURÜCKKAUFEN dürfen? Es ist ja nicht mehr zu FASSEN! Haben wir nichts mehr, daß wir verscherbeln könnten? Gibt\'s nichts mehr zu \'PRIVATISIEREN\'? Die Privatisierung ist der Tod jeden Staates. Übrigens, vielleicht könnte an auch gleich ein paar Seen und ein paar POLITIKER mitverkaufen! Hier wäre längst eine Verfassungsänderung angezeigt: Verkauf von VOLKSeigentum nur nach ZWEIDRITTELMEHRHEIT im Parlament oder nachVOLKSABSTIMMUNG. Daß wir diese Versager gewählt haben, heißt ja wohl nicht,daß sie sich völlig ungestraft gebärden können, wie sie wollen.
AUFWACHEN!

Nur die große Koalition löst die großen Probleme, verkünden sie vollmundig! Die wichtigen Probleme sind: Ob zwei Bergipfel privatisiert werden und ob EU Abgeordnete Rederecht in den Landtagen bekommen....

Keine großen Probleme sind, daher werden sie auch weiterhin nicht gelöst:

Staatsreform,
Bildungsreform
Heeresreform,
Gesundheitsreform,
Bildungsreform,
Verwaltungsreform,
usw.....

Irgendwie witzig... ...abgesehen davon, dass ich gegen eine Privatisierung dieser Berge bin, finde ich es schon komisch, dass jeder ÖVP Minister lautstark für Privatisierungen eintritt, aber nur dann, wenn\'s nicht um die eigenen Pfründe geht. Bundesforste und Verbund sind wohl unantastbar, wohingegen man bei der ÖBB vollkommen unüberlegt möglichst hurtig ausverkaufen will und aus der dilletantischen Privatisierung der AUA nichts gelernt zu haben scheint.

Das Motto der ÖVP lautet wohl: Privatisierung ja, aber nicht im eigenen Haus.

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