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Meine Fan-Tour: Tag 9

Warum Schnäppchenjäger bei der EM in Frankreich absolut keine Chance haben

FBL-EURO-2016-FANZONE © Bild: APA/AFP/Lopez

Jetzt ist es also so weit. Bevor wir morgen in aller Herrgottsfrüh zum Schicksalsspiel nach Paris aufbrechen, müssen wir heute Abend den Deutschen die Daumen drücken. Ein eigenartiges Gefühl, aber in der Not frisst der Teufel Kunsthonig.

Irgendwie ist unsere Fantour längst zur Hängepartie geworden. Wo werden wir unser Achtelfinale spielen? Wie kommen wir da hin? Endgültig wissen wir das nämlich erst nach dem Ende der letzten zwei Spiele der Gruppe E, also morgen gegen 23 Uhr. Dass wir gegen Island vorher gewinnen, ist für uns sowieso eine ausgemachte Sache. Nicht auszudenken, wenn es anders kommt.

Innerhalb eines Tages müssen wir dann unsere Reisepläne adaptieren. Nizza, Lens oder Lille? Dazwischen liegen nicht nur tausend Kilometer. Die Übernachtung nach dem Achtelfinale kostet an der Cote d’Azur wahrscheinlich ein Vielfaches von dem, was wir in den ehemaligen Stahl- und Bergbaumetropolen im Norden des Landes, hart an der Grenze zu Belgien, zahlen. Als Schnäppchenjäger auf diversen Buchungsplattformen bist du chancenlos. Du musst nehmen, was zu kriegen ist. Fanfreundlich ist der Spielplan dieser Europameisterschaft jedenfalls nicht. Und eines ist uns nach eineinhalb Wochen Fantour auch schon klar: Billig ist Frankreich nicht. Wer seine Brieftasche liebt, bleibt während der Euro 2016 besser zu Hause in Österreich.

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