Times Ranking von

Uni Wien fällt aus Top 100

Letztes Jahr noch Platz 91. "Starke Budgeteinschnitte in Österrreich" schuld?

Times Ranking - Uni Wien fällt aus Top 100 © Bild: APA/Hochmuth

Ohne österreichische Hochschulen kommen die diesjährigen "Times Higher Education World Reputation Rankings" aus: Bei der Reihung der 100 renommiertesten Universitäten weltweit ist die Uni Wien nach einer Vorjahrs-Platzierung auf den als Zehnergruppe ausgewiesenen Rängen 91 bis 100 nun aus der Liste gefallen.

Laut Phil Baty, dem Herausgeber des Rankings, ist das ein nur "leichter Abstieg, aber mit starker Sichtbarkeit". Die besten Beurteilungen zu universitären Forschungs- und Lehrleistungen hat erneut die US-Eliteuni Harvard von den mehr als 17.500 befragten Akademikern aus 137 Ländern erhalten.

Budgeteinschnitte schuld?
Da die Wertung ausschließlich auf der Einschätzung von Akademikern beruht, könne man nur spekulieren, warum Österreich heuer nicht gereiht ist, so Baty in einer Stellungnahme. Er nennt nicht weiter definierte "starke Budgeteinschnitte in Österreich" und "grobe Probleme im europäischen Hochschulsektor" als mögliche Gründe und stellt dies deutschen Universitäten entgegen, die mit Hilfe "signifikanter Förderung" Exzellenz an Hochschulen erhöht und in ihrem Ruf daher stark dazugewonnen hätten. Als angesehenste Hochschule ist die Ludwig-Maximilians-Universität München auf Platz 42 gereiht.

Harvard bleibt top
Unverändert gestaltet sich die Spitze der von US-amerikanischen Hochschulen dominierten Reihung: Top-Uni ist wie im Vorjahr die Harvard University. Von insgesamt 19 Ländern in der Liste der renommiertesten Hochschulen sind nur vier - USA, Großbritannien, Japan und Kanada - in den Top 20 zu finden.

Wissenschaftsminister Töchterle nahm erneut das Ergebnis des Rankings zum Anlass "Zugangsregelungen speziell in den Massenfächern sowie sozial ausgewogen ausgestaltete Studienbeiträge" zu fordern. Die heimischen Unis könnten zwar in gewissen Bereichen mit den internationalen Top-Unis mithalten und sollen durch die Hochschulmilliarde auch finanziell besser gestellt werden, so Töchterle.