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"Times": Iran stand hinter Cyberangriff auf britische Abgeordnete

Motiv laut Geheimdienstbericht noch unklar

Die Cyberattacke auf das britische Parlament im Juni ist einem Medienbericht zufolge vom Iran ausgegangen. Das Motiv sei aber noch unklar, berichtete die Zeitung "Times" am Samstag unter Berufung auf einen Geheimdienstbericht. Allerdings sei es den Hackern nicht nur um einen finanziellen Profit gegangen.

Der Angriff auf das Computernetzwerk des Parlaments sei die erste schwere Cyberattacke des Iran auf ein Ziel in Großbritannien. Zunächst war Russland dafür verantwortlich gemacht worden. Irans Regierung und die zuständige britische Netzsicherheitsbehörde äußerten sich zunächst nicht zu dem Bericht.

Im Juni hatten Hacker versucht, sich Zugang zu E-Mails von Abgeordneten zu verschaffen. Wenige Wochen zuvor war im Rahmen einer weltweiten Hackerattacke auf Hunderttausende Computer auch das britische Gesundheitswesen in Mitleidenschaft gezogen worden. Einige Krankenhäuser sahen sich deshalb gezwungen, Patienten abzuweisen und Routineeingriffe abzusagen.

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