Kritiker-Fehde von

Rudert Til Schweiger zurück?

Oder ist neuer Facebook-Post an die "Tatort"-Kritiker ein geschickter Gegenangriff?

Til Schweiger © Bild: Getty/Bilan

Til Schweiger gegen „Tatort“-Kritiker und „Internetnerds“. Die Diskussion des Hamburger Kommissars mit seinen vermeintlichen Widersachern geht in die nächste Runde. Dabei scheint es als würde Schweiger zurückrudern – oder ist es nur ein geschickter Schachzug?

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Til Schweiger ist gar nicht erfreut über negative Kritiken gegenüber dem „Tatort“ sowie auch seinen Filmen prinzipiell, weshalb der Schauspieler seine Filme vorab auch nicht, wie gewohnt, Pressevertreter sehen lässt. Auch die privaten Twitter-Kritiker, die Woche für Woche den Sonntäglichen „Tatort“ live mitkommentieren, sind ganz und gar nicht nach dem Geschmacke Schweigers, diese bezeichnete er als „Internetnerds“ und „Spackos“.

Angriff oder Rückzug?

Auf die Vorwürfe veröffentlichte „Spiegel Online“ gestern einen offenen Brief an den Schauspieler, den dieser nicht lange auf sich sitzen ließ und inzwischen – wieder über seine Facebook-Seite – antwortete. Die Antwort klingt zunächst ein wenig wie ein Zurückrudern des Hamburger TV-Kommissars, doch auf den zweiten Blick ist es eher ein neuerlicher Angriff auf das Medium sowie dessen Autor und Verfasser des offenen Briefes, Christian Buß.

Im Gegensatz zu seinen vorangegangenen Facebook-Posts bleibt Til Schweiger dieses Mal überaus freundlich. Zunächst dankt er dem Journalisten für dessen „überaus freundlichen Brief“, der Schweiger ja auch einen guten Traffic auf seiner Facebook-Seite beschert habe.

"dein tilli"

Dann kommt der unterschwellige Angriff: Gerne denke er an den Tag zurück, an dem Buß in sein Filmproduktionsbüro gekommen sei, um den Schauspieler zu interviewen. Nicht unerwähnt lässt Schweiger dabei, dass der Redakteur bei dem „netten Gespräch“ die köstlichen Plätzchen und den „mit ganz viel liebe zubereiteten“ Kaffee verzehrt habe. Zudem soll Buß den Mimen dafür bewundert haben, dass er Haltung habe und seine Meinung sage – auch wenn er dafür immer wieder Prügel einstecken müsse.
Der – aus Schweigers Sicht wohl nicht ganz verständliche – Verriss der auf das Gespräch einst folgte habe er „längst verziehen“. Auf Ironie des ganzen Schreibens weist wohl auch Schweigers Signatur hin, denn er unterzeichnet mit „in freudiger erwartung auf deine lobeshymne… dein tilli “

„Spiegel Online“ berichtete zwar über den neuen Post Schweigers. Eine Stellungnahme dazu gab es allerdings noch nicht. Man darf also gespannt sein.

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