Tifosi protestieren gegen Kriminalisierung: Italiens Ultras drohen mit Stadion-Streik

Polizei nimmt neun Hooligans vor Genua-Derby fest PLUS: Verwirrung um Steinfund bei getötetem Tifoso

Nach dem Tod des Lazio-Fans Gabriele Sandri, der von einem Verkehrspolizisten auf einer Autobahnraststätte erschossen worden ist, drohen die italienischen Ultras mit Streik. Sie wollen somit gegen den Beschluss des Innenministeriums protestieren, mehrere Fan-Kurven zu sperren, berichteten italienische Medien.

Von den zehn nächsten Serie-A-Matches werden sechs mit gesperrter Fan-Kurve ausgetragen werden. Der Reiseverbot betrifft die Ultras von AS Roma, Atalanta Bergamo, AC Milan, AC Torino, Sampdoria Genua und US Catania. Fan-Gruppen warnten vor einer "Kriminalisierung" der Tifosi und planen eine Protestkundgebung in Rom.

Der Präsident von Italiens Olympischem Komitee (CONI), Gianni Petrucci, meinte, der Fußball müsse mit dem Innenministerium bei der Bekämpfung der Gewalttätigen zusammenarbeiten. "Wir müssen geschlossen bleiben, auch wenn die beschlossenen Maßnahmen für Unannehmlichkeiten sorgen", erklärte Petrucci.

Der Präsident von Italiens Fußballverband (FIGC), Giancarlo Abete, hatte kürzlich an die Clubchefs zu einer Allianz gegen die Gewalt appelliert. "Der Einsatz gegen Hooligans muss für uns alle absolute Priorität haben", betonte Abete. Er lobte die Initiative des Präsidenten von Atalanta Bergamo, Ivan Ruggeri, der die Hooligans aus dem Stadion seiner Stadt verbannen und jeglichen Kontakt zu ihnen verhindern will.

Neun Ultras in Genua festgenommen
Die Polizei hat in Genua neun Hooligans festgenommen. Sie werden für schwere Krawallen vor dem Derby FC Genua - Sampdoria Calcio am 23. September verantwortlich gemacht, bei denen mehrere Tifosi und Polizisten verletzt worden waren. 13 Wohnungen von Fans wurden in Genua durchsucht.

Inzwischen setzte die Polizei die Ermittlungen über den Angriff auf einer Polizeikaserne am 11. November in Rom fort. Die Krawalle waren nach dem Tod des Lazio-Fans Gabriele Sandri ausgebrochen, der von einem Verkehrspolizisten auf einer Autobahnraststätte unweit der toskanischen Stadt Arezzo erschossen worden war. Weitere sechs Hooligans, die sich an den Krawallen in Rom beteiligt hatten, wurden identifiziert, berichtete die italienische Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport".

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