Tierschutz von

Eine Liga für den Hund

Tierschutz - Eine Liga für den Hund © Bild: News/Ian Ehm

Die Änderung der Tierhalteverordnung wollen Hundebesitzer in Österreich nicht akzeptieren. Wie es in Wien seit vergangenem Jahr Vorschrift ist, soll auch in Niederösterreich an öffentlichen Plätzen Leinen-und Maulkorbpflicht für jene Hunderassen, die als gefährlich eingestuft werden, eingeführt werden. Folgende Rassen sind laut Gesetz davon betroffen: Bullterrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Dogo Argentino, Pitbull, Bandog, Rottweiler und Tosa Inu. Eine Studie der Veterinärmedizinischen Universität belegt jedoch, dass die Rasse nicht ausschlaggebend für die Gefährlichkeit des Hundes ist. Jeder Hund kann einen Menschen angreifen, wenn er nicht richtig sozialisiert ist.

© Wiener Tierschutzverein/ Kobliska Fotografie Hank aus dem Wiener Tierschutzhaus braucht ein neues Zuhause

Ein weiterer Passus im niederösterreichischen Tierhaltegesetz wirft Fragen auf: Hunde, die ständig von ihren Besitzern am Arm oder in einem Behältnis getragen werden, sind von der Leinen-und Maulkorbpflicht ausgenommen.

Nicht nur Hundekenner wissen, dass die Tiere ihren Auslauf brauchen. Nicht genug damit: Wer kann sich vorstellen, einen Tosa Inu, der über 60 Kilogramm wiegen kann, ständig zu tragen? Das wäre für Mensch und Tier eine Qual. Hundefreunde und Experten wehren sich jetzt. Der Österreichische Kynologenverband (ÖKV), der Tierschutzverband 2.0 und Tierpsychologin Yvonne Adler haben die Initiative "Pro Hund" gegründet. Sie fordern unter anderem ein einheitliches, bundesweites Hundehaltegesetz und einen respektvollen und tierschutzkonformen Umgang mit Hunden. Das klingt absolut unterstützenswert.

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