Tierschutz von

Hunde sind
keine Waffen

Tierschutz - Hunde sind
keine Waffen © Bild: APA/EXPA/JFK

Diese Tiere leisten mehr als Menschen, aber sie handeln aus Instinkt. Waffen sind sie keine.

Der tragische Vorfall, bei dem zwei Diensthunde einen Soldaten in der Kaserne in Wiener Neustadt zu Tode gebissen haben sollen, entfacht wieder die Debatte um das aktuelle Hundehaltegesetz, das in Wien seit 1. Juli in Kraft ist. Demzufolge entscheidet ein Amtstierarzt, ob Hunde, die einen Menschen schwer oder sogar tödlich verletzt haben, weiterleben dürfen. Das gilt auch für Diensthunde.

Abgesehen davon, dass dieses Gesetz auch für Diensthunde des Heers und Polizeihunde dringend zu ändern ist. Denn sie haben den expliziten Auftrag, bestimmte Dinge und Menschen zu schützen. Für die Tiere gelten die gleichen Maßnahmen wie für menschliche Wachposten: Sie haben das Recht, sich und das zu schützende Objekt gegen Angreifer zu verteidigen. Zum Töten werden sie nicht ausgebildet, sagt Michael Bauer, Sprecher des Bundesheeres. Weshalb der bedauernswerte Soldat von Hunden angefallen wurde, konnte bis Redaktionsschluss nicht herausgefunden werden. Ob sie weiterleben dürfen, wird nach Ablauf der Quarantäne-Frist entschieden.

Nicht wenige Tierfreunde haben erst durch den Todesfall in Wiener Neustadt erfahren, wie Hunde in Österreich vom Heer eingesetzt werden. Sobald sie etwas schützen und verteidigen müssen, werden sie durch ihre Tätigkeit als Waffen missbraucht. Diese Tiere leisten mehr als Menschen, aber sie handeln aus Instinkt. Waffen sind sie keine.

Eine dringende Überarbeitung des Hundehaltegesetzes ist gefordert. Hunde schützen uns. Aber wer schützt sie vor den Menschen?

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