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Katzenmusik

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Katzenmusik © Bild: Roger Mastroianni, cat images provided by the Cleveland Animal Protective League, courtesy of The Cleveland Orchestra

Tierärztin Sabine Schroll weiß aus Erfahrung, dass Katzen nicht immer positiv auf eigens für sie komponierte Musik reagieren, aber klassische Klavierstücke schätzen.

Das Bild des Fotografen Roger Mastroianni, das Katzen in den Sitzreihen der Konzerthalle des Cleveland Orchestra zeigt, zog auf Instagram die Aufmerksamkeit Tausender auf sich. Konzertbesucher sollen an bestimmten Abenden mit dem Programmheft auch einen felinen Begleiter ausgehändigt bekommen, informierte das Orchester. Gemeinsamer Musikgenuss sei für Mensch und Tier bereichernd. Was viele geistesgegenwärtig als Aprilscherz erkannt haben, ist für manche Verhaltensforscher schon seit Jahren Gegenstand der Recherche: die Auswirkungen von Musik auf Tiere. So empfahl das Fachmagazin "Modern Farmer" Beethovens "Pastorale" oder "Bridge Over Troubled Water" von Simon & Garfunkel zur Beschallung von Milchkühen im Stall. David Teie, Cellist des National Symphony Orchestra in Washington, fertigte Kompositionen für Katzen. Test-Samtpfoten aus Georgetown reagierten gleichgültig, eine gestresste New Yorker Katze aber konnte mit Teies Musik Nervosität abbauen.

Tierärztin Sabine Schroll weiß aus Erfahrung, dass Katzen nicht immer positiv auf eigens für sie komponierte Musik reagieren, aber klassische Klavierstücke schätzen. Über frequenzmodulierte Geräte oder im Internet sind Bearbeitungen für Katzen und Hunde von Werken Chopins und anderer Komponisten abzurufen. Bei konventionellen Abspielgeräten sollte man die Lautstärke gering halten, denn Katzen sind sehr geräuschempfindlich.

Egal, ob Sie mit Ihrem felinen Gefährten Beatles oder Bach hören, nehmen Sie auf seine Vorlieben Rücksicht. Wenn die Katze Ihre Musik ablehnt, greifen Sie besser zum Kopfhörer.

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