Tierhaltung von

Gefährliche Hunde?

Tierhaltung - Gefährliche Hunde? © Bild: News/Ian Ehm

Vor Kurzem trat in Wien ein neues Tierhaltegesetz in Kraft. Betroffen sind davon vor allem Hundehalter, die sich ab sofort an strengste Regeln halten müssen. Künftig herrscht für jene Hunderassen, die unter dem Begriff "Listenhunde" erfasst wurden, im öffentlichen Raum Maulkorb- und Leinenpflicht. Für die Besitzer ist eine Alkoholgrenze von 0,5 Promille einzuhalten, wenn sie ihre Tiere auf der Straße ausführen. Für angeblich bissige Hunde ist ab sofort ein behördlicher Hundeführschein per Prüfung abzulegen. Halter gewisser Rassen müssen diese alle zwei Jahre wiederholen.

© iStockphoto.com

Diese Maßnahmen sind durchaus zu begrüßen, zumal ein schrecklicher Vorfall im Herbst den Anlass gegeben hat. Ein Rottweiler, der sich von seiner betrunkenen Besitzerin losgerissen hatte, griff ein Kleinkind auf offener Straße an. Das Kind starb an den Bissen. Hunde, die einen Menschen letal verletzen, sollen ab sofort umgehend getötet werden, um weitere tragische Vorfälle zu verhindern.

Das Töten eines Hundes aber ist keine Lösung. Denn das geschieht erst, wenn der Hund bereits angegriffen hat. Wer Hunde wirklich liebt, sollte für deren artgerechte Haltung sorgen. Das soll auch die Politik beachten. Die Lösung wäre ganz einfach: Weshalb verbietet man in Zukunft nicht die Neuanschaffung aller jener Rassen, die von Tierschutzstadträtin Sima oft als "Kampfhunde" bezeichnet werden? Diese Hunde darben oft in engen Wohnungen und werden von ihren Besitzern als Statussymbole gehalten. Die 3.300 Tiere dieser Art, die derzeit in Wien leben, sollten genug sein. Wenn der letzte von ihnen, hoffentlich auf natürlichem Weg, die ewigen Jagdgründe erreicht hat, sollte das Thema abgeschlossen sein.

Was meinen Sie?
Haben Sie eine Frage an unsere Experten?
Schreiben Sie mir bitte:
zobl.susanne@news.at