Tiergarten Schönbrunn von

Erstes Bild von Elefantenbaby

Ultraschallfoto wurde im April aufgenommen - Rüssel, Kopf und Beine sind schon zu sehen

  • Bild 1 von 5 © Bild: Tiergarten Schönbrunn

    Der Tiergarten Schönbrunn hat das erste Ultraschallbild des Elefantenbabys veröffentlicht.

  • Bild 2 von 5 © Bild: Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

    Die 26 Jahre alte Elefantendame ist im neunten Monat trächtig.

Im Tiergarten Schönbrunn gibt es bald Nachwuchs bei den Elefanten. Jetzt hat der Zoo das erste Bild des ungeborenen Babys veröffentlicht. Auf dem Ultraschallfoto sind bereits Rüssel, Kopf und die Vorder- und Hinterbeine klar zu erkennen. Aufgenommen wurde das Bild am Tag 141 (18. April 2012) der Trächtigkeit, wie der Tiergarten mitteilt.

Der Fötus hat zu diesem Zeitpunkt eine Kopf-Rumpf-Länge von 10,6 cm. Mittlerweile ist das Elefantenbaby bereits rund 20 Zentimeter groß. Afrikanische Elefanten haben eine Tragzeit von etwa 630 Tagen mit einer Schwankungsbreite von sechs Wochen.

Elefantendame wurde künstlich befruchtet
Die 26 Jahre alte Elefanten-Dame Tonga wurde künstlich befruchtet und ist mittlerweile im neunten Monat trächtig. Die Besamung hat im November 2011 stattgefunden und ist die erste erfolgreiche Befruchtung eines Afrikanischen Elefanten-Weibchens mit dem gefrorenen Samen eines freilebenden Bullen aus Südafrika.

Tonga hat 2003 bereits ein Jungtier zur Welt gebracht, Mongu wurde allerdings auf natürlichem Wege gezeugt. Der richtige Tag für die erfolgreiche Besamung wurde durch Auswertung täglicher Blutproben exakt vorausgesagt. Im November 2011 wurde Tonga vier Mal besamt, zwei Mal an zwei aufeinander folgenden Tagen.

Die künstliche Befruchtung dient vor allem dem Erhalt der Elefantenarten. "Da das Überleben der Elefantenarten in ihrem natürlichen Umfeld bedroht ist, sind Zoos weltweit um ihren Erhalt bemüht. Eine künstliche Befruchtung mit dem Samen eines Wildbullen ist eine Chance, im Sinne des Artenschutzes den Genpool der Zoo-Elefanten zu bereichern", sagt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Vom Aussterben bedroht
Besonders bedroht ist der Asiatische Elefant, der auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten der IUCN (International Union für Conservation of Nature and Natural Resources) steht. Die Elefantenpopulation in Menschenobhut wird auf rund 2.000 Afrikanische und Asiatische Elefanten in zoologischen Institutionen sowie rund 15.000 Asiatische Elefanten in privater Haltung, in der Holzindustrie und in Tempeln geschätzt.

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