Tiergarten Schönbrunn von

Bub oder Mädchen?

Ganz egal - Hauptsache gesund! Im neuen Affenhaus freut man sich über süßen Nachwuchs

Tiergarten Schönbrunn - Bub oder Mädchen? © Bild: Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

Am 11. Mai erblickte das kleine Springtamarin-Äffchen erstmals das Licht des neuen Schönbrunner Affenhauses. Inklusive seinem pechschwarzen Wuschelkopf bringt es stolze 50 Gramm auf die Waage.

Der kleine Racker hat schon eine weite Reise hinter sich gebracht: Im Zuge der Affenhaus-Eröffnung im April sind sieben Springtamarine aus dem Zoo Wels (OÖ) nach Schönbrunn übersiedelt. Da die Tragzeit dieser Affenart etwa fünf Monate beträgt, ist das Jungtier also bereits im Mutterleib „mitgereist“.

Huckepack
Am elften Mai erblickte das weitgereiste Äffchen erstmals das Licht des neuen Schönbrunner Affenhauses. Das Geschlecht des Affenbabys ist noch nicht bekannt. Die Mutter trägt das etwa 50 Gramm schwere Jungtier rund um die Uhr huckepack. „Da beide pechschwarz sind, übersieht man das Jungtier im Fell der Mutter leicht, wenn es nicht gerade seinen Wuschelkopf hebt“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Noch zeigt das kleine Äffchen nichts von dem enormen Sprungtalent, das dieser Affenart ihren Namen gibt. Springtamarine können bis zu vier Meter weit von Ast zu Ast springen. Sie ernähren sich von Insekten, Baumpilzen und Früchten, nicht selten erbeuten sie auch kleine Wirbeltiere. Die Jungtiere werden drei Monate lang gesäugt. Im Tiergarten Schönbrunn teilen sich die Springtamarine ihr Gehege mit Kaiserschnurrbarttamarinen und Zwergseidenäffchen. „Aufgrund von Jagd und Waldrodungen sind die Bestände der Springtamarine in ihrer Heimat Südamerika stark zurück gegangen. In Zoos werden sie im Rahmen von Erhaltungszuchtprogrammen gepflegt.“ berichtet Zoo-Direktorin Schratter.

Wir sind gespannt, wie sich das kleine Affenbaby entwickelt und welchen Namen es bekommen wird.

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