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Hunde: Warten
ist gefährlich

Tiere - Hunde: Warten
ist gefährlich © Bild: apa/dpa/Marcus Brandt

Bleibt der Hund unbeaufsichtigt zurück, kann das für Mensch und Tier fatale Folgen haben.

Seit Jahrzehnten ist es in Österreich üblich, Hunde vor dem Einkauf im Supermarkt an einer dafür vorgesehenen Stelle beim Geschäftseingang anzubinden. Gewissenhafte Hundehalter unterlassen das. Bleibt der Hund unbeaufsichtigt zurück, kann das für Mensch und Tier fatale Folgen haben.

Das bewies der Fall der scheuen Hündin Maggie. Das Tier wurde von einem Fremden mitgenommen, wie die Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigten. Der Täter ließ den kleinen Hund nach ein paar Tagen frei. Der Fall sollte aber jedem Hundehalter zu denken geben. Abgesehen davon, dass so etwas jederzeit wieder geschehen kann, gibt es noch mehr zu bedenken.

Versuchen Sie, sich vorzustellen, wie es für Ihren Hund sein muss, ganz auf sich gestellt unter fremden Menschen und Hunden auf jenen Menschen warten zu müssen, der ihn eigentlich beschützen sollte. Manche Passanten glauben, dass sie jeden Hund streicheln können. Was, wenn ein Kind allein auf den Hund zutritt, mit ihm spielen will, ihm gar den Beißkorb entfernt? Was, wenn sich der Hund vor Fremden ängstigt und auch noch zubeißt?

Was spricht dagegen, dass Hunde in ein Geschäft mitgenommen werden dürfen? Wenn ein Hund ordnungsgemäß angeleint ist und einen gut sitzenden Beißkorb trägt -keinesfalls eine Maulschleife, denn die hindert ihn am Hecheln, aber nicht am Zuschnappen -kann er keinen Schaden anrichten. Sehr große Hunde, etwa deutsche Doggen, sollte man keinesfalls zum Einkaufen mitnehmen. Aber für diese Tiere ist die Stadt auf keinen Fall ein idealer Lebensort. Und Hunde sollten beim Einkaufen sowieso zu Hause bleiben.

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