Fakten von

Tiefgefrorene Tiger in
Vietnam beschlagnahmt

Vermutlich als "Medizin" gedacht

Bei einer Razzia sind in einem Haus in Vietnam fünf tiefgefrorene Tiger entdeckt worden. Die toten Raubtiere - 100 bis 150 Kilogramm schwer - wurden beschlagnahmt. Die Polizei vermutet, dass sie ausgeschlachtet und ihre Reste dann als Medizin weiterverkauft werden sollten. Die inneren Organe hatte man ihnen bereits entnommen.

In Asien werden Tiger-Überbleibsel zur Herstellung von Arzneien verwendet. Für ein Kilogramm Paste aus Tigerknochen werden auf dem Schwarzmarkt zum Beispiel umgerechnet bis zu 5.000 Euro gezahlt. Es soll Heilungsprozesse beschleunigen, Rheuma lindern und gegen Malaria helfen. Tigermitteln wird auch potenzsteigernde beziehungsweise aphrodisierende Wirkung zugeschrieben.

Auf die Spur der toten Tiger, die in einem Haus in der Provinz Nghe An sichergestellt wurden, kam die Polizei durch einen Hinweis. Festgenommen wurde niemand. Der Hauseigentümer hielt sich im Ausland auf. Tiger sind weltweit vom Aussterben bedroht. In Vietnams Wäldern waren sie früher weit verbreitet. Mittlerweile sind sich die Experten nicht mehr sicher, ob es dort davon überhaupt noch welche gibt. Auf Tigerfarmen werden Tiger inzwischen auch gezüchtet.

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